Testbericht Berghaus Ramche Hyper Down Jacket

Testbericht Berghaus Ramche Hyper Down Jacket by Andi B.

Berghaus Ramche Hyper Down Jacket – Jacke oder Midlayer – Beides!

Allgemeine Informationen

Die zweite  Daunenjacke, die von uns dieses Jahr getestet wird kommt auch von der Outdoorfirma Berghaus. Die Ramche Hyper Down Jacket, eine ultraleichte und kompakte Jacke einsetzbar in allen Lagen. Braucht man überhaupt zwei Daunenjacke? Ein klares Ja, mehr dazu im weiteren Bericht. Entwickelt wurde die Jacke vom renommierten MtnHaus® Design- und Entwicklungsteam.

Design:

Die Ramche Hyper Down Jacket trifft mit ihren frischen und auffälligen Farben den aktuellen Zeitgeist. Egal ob das zweifarbige Modell Pine Grove/Electro Green oder das Extrem Red , die Jacke ist von weiten sichtbar. Der Schnitt hingegen ist durch das Dreizonen-Bodymapping-Prinzip angenehm körpernah.

Testbericht Berghaus Ramche Hyper Down Jacket
Details und Ausstattung:

-    Zwei Reißverschlusstaschen außen
-    Hoher Kragen
-    Kinnschutz
-    Gummierte Ärmelbündchen
-    Verlängerte Rückenpartie
-    Stausack
-    Frontaler YKK® VISLON Zweiwegereißverschluss
-    190g in Größe L

Aufgrund ihres geringen Gewichts muss man in Sachen Ausstattung gewisse Kompromisse eingehen. Integrierte Mütze fehlt sowie viele Staumöglichkeiten im Inneren der Jacke. Aber eine Mütze kann auch separat getragen werden und Taschen gibt es meist auch in Hosen und Rucksäcken genügend.

Aufbau und Materialien:

Die Jacke ist ein wahres Fliegengewicht. 190g in Größe L sind ein extrem guter Wert für eine Daunenjacke mit Wind- und Wasserschutz.  Auffallend ist der Aufbau der 3-Zonen Kammerkontruktion wodurch unterschiedliche Isolationsstufen entstehen die jeweils auf die entsprechende Körperregion abgestimmt ist (z.B. Brustbereich, Rücken). Außerdem ist ein Verrutschen der Daunen durch diese Konstruktion nicht möglich und erhält somit die Wärmeleistung der Jacke.

Obermaterial:

Das leichte PERTEX® QUANTUM® wird in den Bereichen mit Daunenfüllung (Hydrodown™) eingesetzt und sorgt für eine angenehme Wärmeisolierung. Durch ein Ripstop-Finish ist das Material besonders reißfest und abriebfest.

Isolation:

Berghaus verbindet Synthetik und ein Naturprodukt zu einer einmaligen Kombination von Isolation und Atmungsaktivität.  Die synthetische Hydroloft® Elite Pro Isolierung ist wie bereits beschrieben für die Regulierung des Feuchtigkeits- und Wärmehaushalt zuständig. Durch ihre Beschaffenheit ist die Isolierung selbst gegen Wasser beständig und sehr schnelltrocknend

Um die bereits positiven Eigenschaften von Gänsedaunen noch weiter zu erhöhen behandelt Berghaus diese mit dem DWR-Verfahren (durable water repellent). Die Gänsedaunen mit Fillpower 850 sind somit selbst im feuchten Zustand noch isolierend und resistenter gegen Feuchtigkeit.

Detailaufnahmen

Testbericht Berghaus Ramche Hyper Down Jacket
Verlängerter Rücken und erkennbare Kammerkonstruktion

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Gummierte Ärmelbündchen

Testbericht Berghaus Ramche Hyper Down Jacket

Hoch angesetzte Reißverschlüsse (Oberhalb Ellenbogen)

Unternehmerische Verantwortung bei Berghaus

Berghaus als Entwickler und Hersteller von Outdoorbekleidung sieht sich in der Verantwortung Produkte unter Berücksichtigung von und mit Respekt für Mensch und Umwelt herzustellen. Dazu gibt es vier Schwerpunkte:

Produkt

Reduzierung Umweltauswirkungen bei Entwicklung und Produktion

Umwelt

Verringern der Umweltbelastung

ethischer Handel

Bewertung der Versorgungskette zur Verbesserung der Produktions- und Fertigungsbedingungen

Gemeinschaft

Unterstützung lokaler Wohltätigkeitsorganisationen und gemeinschaftlicher Einrichtungen.

Inbesondere der Schwerpunkt Produkt ist bei der Verwendung wichtig. Laut Berghaus spielt Tierschutz eine wichtige Rolle. Die eingesetzten Daunen sind ein Abfallprodukt der Lebensmittelindustrie und stammen nicht aus lebend Rupf oder Stopfgänsen.

Erfahrungsbericht

Die Berghaus Ramche Hyper Down Jacket ist die zweite Daunenjacke, die von mir innerhalb weniger Monate getestet wurde. Es ist für mich somit möglich die beiden Einsatzgebiete der Jacken und die Vor- und Nachteile zu beschreiben. Eine Daseinsberechtigung haben beide Jacken und es ist durchaus sinnvoll beide zu besitzen.

Bei der Besteigung des Toubkals im Atlasgebirge (4176m)  kamen beide Jacken aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen zum Einsatz. Beim Auf- und Abstieg zur Basishütte auf 3200m wurde die etwas dickere Ulventanna Hybrid Jacket verwendet. Für die Gipfeltour wurde, in Verbindung mit einem Funktionsunterhemd und Hardshelljacke (extrem eisig, starke Winde), als Midlayer die Ramche Hyper Down Jacket verwendet.

Aufgrund des geringen Packmaß, habe ich die Ramche Hyper Down Jacket auch auf meiner letzten größeren Wandertour mit eingepackt. Bei diversen Abstiegen mit geringerer körperlicher Belastung oder auch nach einer Tagestour ist die Daunenjacke super angenehm. Die Jacke wärmt ohne dass es zu einem Überhitzen kommt. Durch das stabile Obermaterial PERTEX® QUANTUM® mit Ripstop-Finisch kann auch problemlos ein Rucksack getragen werden ohne die Jacke zu beschädigen.

Testbericht Berghaus Ramche Hyper Down Jacket

Nach dem Gipfel, zurück auf der Hütte

Die Atmungsaktivität der Ramche Hyper Down Jacket ist hervorragend und die Wärmeisolation ist, aufgrund der Gänsedaunen mit Fillpower 850, selbst in durchschwitzten Zustand gewährleistet. Nachdem die Jacke getrocknet war haben die Federn wieder ihre volles Bauschverhalten entwickelt. Es gab kein Verklumpen der Federn während des Testzeitraums.

Testbericht Berghaus Ramche Hyper Down Jacket

Leicht verschwitzter Midlayer

Die Jacke kann zudem zum Klettern oder Wandern bei Temperaturen ab 8-10°C mit einem Basic-Shirt getragen werden. Beim Klettern haben sich die hochangesetzten Taschen in Brustnähe (wg. Bauchgurt) bewährt. Der Reißverschluss ist leichtgängig und super bedienbar.

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Mitten am Fels

Testbericht Berghaus Ramche Hyper Down Jacket

Gesichert

Der verlängerte Rücken und die gummierten Ärmelbündchen sorgen für angenehmes Raumklima und verhindern das Auskühlen.

Fazit:

Die Hybridfunktionalität als Midlayer und dünne aber wärmende Jacke macht Ramche Hyper Down Jacket zu einem absoluten Allrounder. Das breite Einsatzspektrum ist einfach genial. Egal ob beim Klettern, Wandern oder im Alltag ein Einsatz ist fast immer möglich.

Testbericht Berghaus Ramche Hyper Down Jacket
Das geringe Gewicht und Packmaß ermöglichen zudem ein leichtes Verstauen bzw. Mitnahme von der Jacke (mit der Schutzhülle absolut super). Zu Beginn des Tests war ich etwas skeptisch, ob eine weitere Daunenjacke erforderlich ist. In den letzten Monaten hat sich die Jacke, aufgrund ihrer Vielseitigkeit immer mehr „Einsatzzeit“ erspielt und zählt nun zu den Must-Have bei jeder Tour mit Temperaturen unter 10-15°C. Trotz des häufigen Einsatzes sind keine Ermüdungserscheinungen erkennbar. Das ist umso erstaunlicher aufgrund der Leichtbauweise der Jacke. Selbst nach kompletten „Durschwitzen“ und anschließenden Waschen geht  das Bauschverhalten sehr schnell wieder auf die Anfangswerte zurück.

Testbericht Berghaus Ramche Hyper Down Jacket

Kleiner Watzmann

Alles in allem ist die Ramche Hyper Down Jacket eine positive Überraschung aus dem Hause Berghaus und hat neben der Ulvetanna Hybrid Down Jacket eine absolute Daseinsberechtigung.  Ich gehe sogar soweit, dass die Jacke ein Must-Have ist. In jedem Rucksack ist Platz für eine kompakte und leichte Daunenjacke die schnell greifbar ist. Einzig die geringe bzw. grelle Farbauswahl wird bei dem ein oder anderen nicht gerade auf Zustimmung stoßen aber bei der Verwendung als Midlayer z.B. vernachlässigbar.

Weitere Informationen

  • Hersteller: Berghaus
  • Model: Ramche Hyper Down Jacket
  • Preis: 299,95 Euro
  • Personengruppe: männlich
  • Wo gekauft: online
  • Material: synthetische Hydroloft® PERTEX® QUANTUM®
  • Wasserdicht: leichter Regen
  • Wind abweisend: ja
  • Alter des Testers: zwischen 25 - 39
  • Tragekomfort: sehr gut
  • Weiterempfehlen: ja
  • Bei was für einer Tour getragen: Atlasgebirge Marokko, diverse Klettersteige, Klettern Gardasee, diverse Waldwege, Alltag,

Andi B.

Sportler, der insbesondere die Sommermonate zum Bergwandern nutzt und Lust am Reisen hat. Zur Abwechslung darf auch mal ein Hindernislauf absolviert werden.

 

 

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