Meraner Land - Ötztaler Alpen - Mutspitze

Allgemeine Informationen

Die Mutspitze (2.291 m) gilt als beliebte Gipfeltour zu einem der besten Aussichtsberge über Meran. Dank der freien Lage genießt der Bergwanderer vom Gipfel aus einen herrlichen Blick auf den Vinschgau bis zum Ortler und das Etschtal bis hinab nach Bozen, das Passeiertal mit seinen steilen Bergflanken, das Meraner Land und die nahen Texelberge. Die Bergspitze ist der südöstlichste Eckpfeiler der Texelgruppe und befindet sich auch im gleichnamigen Naturpark oberhalb von Meran bzw.Dorf Tirol. Im Süden begrenzt die Kette der Dolomitenberge den Horizont. Der hoch hinauf bewachsene Berg steht hinsichtlich seiner Höhe und Gestalt zwar etwas  im Schatten der weiter westlich aufragenden Felsspitze des 3000 m hohen Tschigat, besticht aber dennoch durch seine Pyramidenform. Das im Bergnamen vorkommende Wort „Mut“, das so viel wie Hügel/Bergkuppe bedeutet dürfte ursprünglich am prähistorisch besiedelten Mutkopf gehaftet haben und dann einerseits auf die Muthöfe und andererseits auf die Mutspitze ausgedehnt worden sein.

Tourenbeschreibung

Mit dem Auto ging es bis zum Dorf Vellau (950 m /am Südhang der Alpen oberhalb der mondänen Kurstadt Meran), welches über eine Serpentinenstraße erreicht werden kann (Vorsicht: nur beschränke Parkmöglichkeiten bei der Kirche).


Von hier aus folgen wir der Wegmarkierung Nr. 22 an einem Spielplatz vorbei und anschließend über einen kleinen recht schattigen Waldweg bergauf


bis zum Bergbauernhof Aicherhof (ca. 20 Minuten), an welchem der eigentliche Einstieg in den Vellauer Felsenweg, für den die am Beginn unserer Tour angeschriebene Schwindelfreiheit durchaus erforderlich ist, beginnt. Am Aicherhof kann man sich ab dem späten Vormittag gegen ein angemessenes Entgelt in die Kasse am Holzhäuschen selbst mit Getränken (Hollunderblüten- od. Himbeersaft, etc. sehr empfehlenswert!) und selbstgemachten Kuchen bedienen (wir waren morgens sehr früh unterwegs und haben das Angebot deshalb erst beim Abstieg genießen können).


Hier hält man sich halbrechts (Wegmarkierung Nr. 22) durch einen schattigen Bergwald


und wandert weiter nordwärts in den Graben des Grabbaches hinein. Anschließend über den Bach und nach rechts am sonnigen Hang entlang.


Nun folgt der spannende Wegabschnitt. Rechts bricht der Hang unter dem Weg stellenweise senkrecht ab. Besonders ausgesetzte Stellen sind mit Ketten versichert, die insbesondere bei schlechtem Wetter und Nässe ihre Berechtigung haben.


Man gelangt zum aussichtsreichen (Blick auf die Wände des Ifinger-Massivs) Berggasthaus Hochmuth (1361 m) und zur Bergstation der Hochmuth-Seilbahn. Man wendet sich nach links, steigt hinter der Bergstation die Stufen hinauf,


an den Muthöfen vorbei, und erreicht nach 10 Minuten das Gasthaus Steinegg (1500 m). Hier zweigt nach links (westlich) der Hans-Frieden-Weg, ein Teilstück des  Meraner Höhenweges (Wegmarkierung Nr. 24) ab. Wir gehen auf Höhe Steinegg nach rechts  auf teilweise sehr angenehm zu gehenden und teils auch steilem Wegdurch einen Wald


hinauf zum auf einem Bergrücken gelegenen Berggasthaus Mutkopf (1684 m / letzte Einkehrmöglichkeit / jedoch keine Übernachtungsmöglichkeit gegeben alternativ hierzu wäre der Gasthof Talbauer). Von der Hütte wandert man steil aufwärts der Wegmarkierung Nr. 23 folgend, bald über Rasenhänge den freien Rücken empor;


nach rechts zweigt der Weg ins Spronser Tal/Seenplatte ab. Man steigt gerade weiter (Wegmarkierung Nr. 23) über den ausgeprägten Ostrücken hinauf.


Zuletzt erklimmt man über einige Blöcke


den Gipfel der Mutspitze (2294 m) mit Gipfelkreuz und -buch und dem unvergesslichen Panorama (Zeit ab Vellau bis Mutspitze bei kontinuierlichem Gehen mit kürzeren Trinkpausen 3 1/2 Std, ca. 1350 Höhenmeter im Anstieg ab Vellau).


Der Weg zur Mutspitze wurde als Teil eines Naturschutzprojektes Texelberge saniert und teilweise mit Steinplatten gepflastert – beim Aufstieg einigermaßen angenehm begehbar beim Abstieg eher weniger. Aus Sicherheitsgründen bei nassen Steinplatten sicherlich wichtig, für das Auge allerdings eher schlimm erscheinen die auf einem langen Wegstück nach dem Gasthaus Mutkopf angebrachten Holzgeländer rechts und links des Wegs.


Unser Abstieg erfolgte analog unserer Aufstiegsroute


mit einer Einkehr im Berggasthaus Mutkopf und der bereits erwähnten Rast am Aicherhof. Der zunächst geplante Rundkurs vom Gipfel über die Taufenscharte und den Hans-Frieden-Weg war aufgrund der Schneelage Ende Mai nicht möglich.

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: Vellau Parkplatz Kirche - Wegmarkierung Nr. 22 (Vellauer Felsenweg) - Aicherhof - Berggasthaus Hochmuth - Wegmarkierung Nr. 22 - Berggasthaus Mutkopf - Wegmarkierung Nr. 23 - Mutspitze
  • Route Abstieg: analog der Aufstiegsroute
  • Dauer für Aufstieg: 3 Stunden
  • Dauer für Abstieg: 2,5 Stunden
  • Ziel Höhe / Gipfel: 2291 m
  • Höhenmeter: 1341 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Empfohlende Wandermonate: Mai - Oktober
  • Klettersteig: nein
  • Sehenswürdigkeiten: Vellauer Felsenweg, Panorama, Gipfelkreuz, Berggasthäuser
  • Einkehrmöglichkeit: Aicherhof (ab späten Vormittag), Berggasthaus Hochmuth, Gasthaus Steinegg, Berggasthaus Mutkopf
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: erforderlich
  • Schwindelfrei: erforderlich
  • Wanderkarte: Kompass Nr. 53
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Sebastian

Was zunächst mit einer gewissen Skepsis begann, da es immer hieß Wandern ist etwas für ältere Leute, schlug ganz schnell in eine große Leidenschaft um und gipfelte letztendlich in einer Sucht. Mit meinen Berichten möchte ich euch helfen diese lebenslängliche Krankheit so gut wie möglich zu überstehen und die Symptome etwas zu lindern.

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