Unterwegs mit den Wegeplanern der Saar-Hunsrück-Steig Verlängerung

Unterwegs mit den Wegeplanern der Saar-Hunsrück-Steig Verlängerung by Bastian D.

Saar-Hunsrück-Steig Verlängerung - Unterwegs mit den Wegeplanern

Der Saar-Hunsrück-Steig verläuft aktuell über 218 Kilometer, der östlichste Ziel- oder Startort ist Idar-Oberstein an der Nahe. Von hier aus soll es ab Frühjahr 2014 über 197 weitere Kilometer bis nach Boppard an den Rhein gehen, womit die Gesamtlänge auf 415 Kilometer steigt und somit fast verdoppelt wird. Die Verlängerung führt dabei durch die Verbandsgemeinden Kirchberg, Kastellaun und Emmelshausen sowie durch die Gemarkung der Stadt Boppard. Anfang September habe ich auf Einladung des Mannebacher Ortsvorsteher, Herrn Wagner, an der Streckenbegehung eines neuen Abschnittes teilgenommen, der die vom Uhler Kopf absteigenden Wanderer von der Junkersmühle über Mannebach nach Heyweiler führen wird und dort an die Traumschleife Baybachklamm anschließt. Treffpunkt war die an der L108 zwischen Uhler und Korweiler gelegene  Junkersmühle am Deimerbach.

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Weitere Teilnehmer der Begehung waren neben Herrn Wagner Frau Boos-Vogt von der Tourist-Info Kastellaun, Herr Laub, der Projektleiter Saar-Hunsrück Steig und Herr Irle für die Wegeplanung und Beschilderung. Schon hier gibt es die erste Diskussion um die sinnvolle Gestaltung und Anbringung der Wegweiser, da der Saar-Hunsrück-Steig hier den Hunsrück-Mosel Radweg und den 3 Täler Weg kreuzt. Neben dem Hunsrück-Mosel Radweg führen von hier aus noch zwei weitere Wege in Richtung Mannebach, ein steil ansteigender Schotterweg und, fast parallel dazu, ein Wiesenweg mit moderater Steigung. Über diesen soll zukünftig der SHS die Wanderer führen. Nach kurzer Zeit gelangt man auf ein kleines Plateau, das zu einer Rast einlädt. Entsprechend wird hier besprochen ob und wo genau eine Rastanlage entstehen soll.

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Auch die weitere Route wird diskutiert, weiter dem Wiesenweg folgen, der hier allerdings durch intensive Nutzung eher fußgängerunfreundlich ist, oder einen kleinen Anstieg über eine Felsrippe und im Anschluss über einen noch zu errichtenden Pfad zwischen den Bäumen hindurch? Die Entscheidung fällt zu Gunsten des Pfades.

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Doch mit dieser Entscheidung ist es nicht getan, auch das Ende des Pfades will geplant sein, zumal hier weitere Wege verlaufen und Umwege ausgeschlossen werden sollen.

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Im weiteren Verlauf stellt sich dann die Frage, ob man die Route am Wald entlang plant, oder aber den direkten Weg zwischen Feldern und Wiesen nimmt. Diese Entscheidung fällt aufgrund des ansonsten sehr hohen Waldanteils zu Gunsten des direkten Weges aus.

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Auch ein möglicher Standort für eine weitere Bank- oder Rastanlage wird besprochen, da man bemüht ist ausreichend Ruhemöglichkeiten anzubieten. Allerdings wartet auch in geringer Entfernung das Erlebnisfeld Mannebach samt Sinnespfad, Hütte und mehreren Bänken am hier zum ehemaligen „Schwimmbad“ aufgestauten Mannebach.

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An dessen Ufer entlang werden die Wanderer zukünftig über einen Wiesenpfad zur zwischen Mannebach und Korweiler verlaufenden K47 geführt, diese wird überquert und zwischen Weiden und Streuobstwiesen Mannebach in der Nähe des Dorfplatzes erreicht, der als Abholpunkt für Wanderer und Gastgeber ausgewiesen werden soll.

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Entgegen der üblichen Bemühungen, Ortschaften und Asphaltbeläge zu vermeiden, soll der SHS durch den beschaulichen Ort und vorbei am Hunsrücker Hexenhaus führen, dass zu einer Rast bei Kaffee und Kuchen oder auch zum Mittag- oder Abendessen einlädt. Am in Richtung Beltheim gelegenen Ortsausgang von Mannebach führt der Steig wieder weg von der Straße und vorbei am im Frühherbst 2013 offiziell eröffneten Biomasseheizkraftwerk, über dessen Funktion auf Infotafeln aufgeklärt werden soll. Einem leichten Anstieg folgend gelangen wir schließlich auf eine Höhe mit den Beltheimer Windrädern, an denen der SHS vorbei führen soll. Vorher gilt es allerdings noch, die K47 zwischen Mannebach und Beltheim sowie die L206 zwischen Beltheim und Dorweiler zu kreuzen und auch dafür die günstigste Wegeführung zu finden.

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Vorbei am Mannebacher Wahrzeichen, den aus dem Edgar Reitz Film Heimat 3 bekannten Zwillingsbäumen wird der SHS weiter in Richtung der Windräder führen und von dort über Heyweiler in die Baybachklamm führen.

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Da eine solche Wegbegehung mit den vielen Stopps, Prüfungen und Diskussionen deutlich zeitintensiver ist als man beim Wandern annehmen mag, verabschiede ich mich an dieser Stelle von den Wegeplanern und bedanke mich für die interessanten Einblicke, die ich unterwegs gesammelt habe. Vor der endgültigen Fertigstellung der beschriebenen Route wartet allerdings noch weitere Arbeit. Zum einen gilt es, die verschiedenen Besitzer von Wald- und Wiesenstücken ausfindig zu machen und mit diesen eine Lösung für die geplante Route zu finden und zum anderen gilt es natürlich auch, den Weg in einen entsprechenden Zustand zu bringen und diesen auch nachhaltig sicher zu stellen. Dies betrifft die Rastanlagen genauso wie den anzulegenden Pfad durch den Wald und dessen Freihaltung sowie das regelmäßige Mulschen der Wiesenwege.

Bastian D.

Ich komme aus dem schönen Hunsrück und bin hauptsächlich auf den hier nur so aus dem Boden schießenden Wanderwegen unterwegs. Immer mit dabei ist mein Hund Kenny, der mich ohne Rücksicht auf das Wetter oder meine Tagesform nach draußen treibt.Außerdem bin ich zertifizierter Wanderführer und biete (nicht nur) für Gäste unserer Ferienwohnung Dickbaums geführte Wanderungen an. Ich hoffe meine Touren- und Testberichte sind hilfreich und würde mich freuen, Leser von wandersuechtig.de als unsere Gäste begrüßen zu dürfen.