Nikwax unterstützt Greenpeace-Aufruf - PFC (Fluorkarbone)

Nick Brown Nick Brown by Nikwax

Presseauskunft vom 06.11.2012

Nikwax unterstützt Greenpeace-Aufruf, PFC (Fluorkarbone)  aus der gesamten Outdoorbranche zu verbannen

Letzte Woche veröffentlichte die Umweltschutzorganisation Greenpeace einen Bericht, der die weit verbreitete Verwendung von Fluorkarbon-Chemikalien (PFC) in der Outdoorbranche massiv verurteilt. Link zum vollständigen Greenpeace-Bericht.

Perfluorierte Chemikalien (PFC) werden gewöhnlich von Textilherstellern und Pflegemittelherstellern verwendet, um Outdoorausrüstungen zu imprägnieren. Allerdings wurden diese Chemikalien gleichzeitig mit einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht, wie Krebs, Schwächung des Immunsystems und verminderte Fruchtbarkeit. PFC-Verbindungen bauen sich in der Umwelt niemals vollständig ab, viele davon reichern sich in der Nahrungskette an.

Seit mehr als 30 Jahren stellt Nikwax Imprägniermittel für Schuhe und Bekleidung her, hat aber in seinen Produkten aus gesundheitlichen und umwelttechnischen Gründen niemals PFC verwendet.

„Als mir vor mehr als 10 Jahren zum ersten Mal angeboten wurde, PFC in meinen Imprägniermitteln zu verwenden,“ sagte Nick Brown, Gründer und Geschäftsführer von Nikwax, „ schaute ich mir dieses Thema ganz genau an und entschied: AUF KEINEN FALL! Es liegt in meiner Verantwortung, für meine Kunden und die Umwelt ein sicheres Urteil zu fällen, und für mich war PFC ein inakzeptables Risiko. Seitdem haben wir hart daran gearbeitet, leistungsstarke Alternativen zu entwickeln und dieses brisante Thema dem Endverbraucher sowie der gesamten Branche näher zu bringen.“

Der Greenpeace-Bericht konzentriert sich hauptsächlich auf PFC, das von Textilfabriken aus China ausgeschieden wird, wo viele derartige Hersteller ansässig sind. Doch werden nicht nur Menschen in der Nähe der Textilfabriken diesen Chemikalien ausgesetzt. Hier in Europa stehen in vielen Outdoorläden PFC-haltige Pflegemittel. Diese werden zuhause in die Outdoorbekleidung eingewaschen oder sogar aufgesprüht, so dass Luft und Oberflächen leicht damit verunreinigt werden können. Gelangen PFC-Chemikalien einmal in die Abwässer, können sie in den Kläranlagen nicht vollständig entfernt werden. So wird unser Wasser nicht nur in Fernost sondern ebenso hier in Europa verschmutzt.


„PFC-haltige Imprägniermittel werden auf Basis einer Umwelt verschmutzenden Technologie hergestellt,“ sagt Luis Brown, Umweltbeauftragter bei Nikwax, „deren Verwendung unsere Gesellschaft so schnell wie möglich beenden sollte. Allerdings gibt es auch große PFC-Hersteller, die einen dringenden Handlungsbedarf leugnen und verzögern. Umweltaktivisten wie Greenpeace weisen auf diese Themen hin und vertreten die wahren Interessen von Mensch und Umwelt.“

Die meisten bisherigen toxischen Studien konzentrierten sich auf diejenigen PFC-Verbindungen, die in der Vergangenheit verwendet wurden: so genannte C8-Verbindungen wie PFOA und PFOS. Die gesundheitlichen Risiken mit anderen Verbindungen aus derselben perfluorierten Chemikaliengruppe sind bislang relativ unerforscht. Dennoch vermarkten die Chemiehersteller die etwas kürzerkettigen „C6“ PFCs als sichere Alternativen. Weder Nikwax noch Greenpeace unterstützen diese Maßnahme.

„Die gesundheitlichen Auswirkungen mancher PFC-Verbindungen sind besser erforscht als andere,“, erläutert Nick Brown, „doch heißt dies nicht automatisch, dass diejenigen PFCs, über die wir weniger wissen, sicher sind. Unsere Meinung ist, dass die gesamte PFC-Familie in ihrer Zusammensetzung schädlich sein kann, daher sollte jede Art von PFC wo immer nur möglich vermieden werden. Der Greenpeace-Bericht bestätigt unsere Meinung klar und deutlich.“

„Nikwax ist der einzige namhafte Pflegemittelhersteller, der das Thema Fluorkarbone (PFC) besonders ernst nimmt,“, sagt Nick Brown weiter, „und wir haben gezeigt, dass es durchaus möglich ist, hervorragende Pflegemittel ohne diese Chemikalien herzustellen. Die größere Herausforderung ist es jetzt, in der Textilindustrie von diesen PFC-Verbindungen wegzukommen. Große Outdoormarken können beim Kampf gegen diese Art von Umweltverschmutzung eine wichtige Rolle spielen, indem sie bereits beim Textilhersteller eine Alternative anfordern. Wenn bereits sie diese Forderung stellen, werden die Chemiehersteller in die Entwicklung einer Alternativlösung investieren.“

Quelle: Pressemitteilung von Nikwax.

Reiner

Ich bin seit meiner Kindheit viel in den Bergen unterwegs. Mit meinem Bergfreund Sebastian habe ich deshalb das Projekt wandersüchtig.de gestartet. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und würde mich freuen, wenn Ihr öfters bei uns vorbeischaut.