Seefeld in Tirol – Für jeden etwas dabei

Seefeld in Tirol – Für jeden etwas dabei by Andi B.

Auf der Suche nach einem geeigneten Hotel für unsere Flitterwochen nutzten wir verschiedene Suchseiten, um das beste Ergebnis zu bekommen. Uns war ein schöner Wellnessbereich genauso wichtig, wie die Lage. Für einen kurzen Wellnesstrip bevorzugten wir die Berge. Mehr wie drei Stunden Anfahrt sollten es dann jedoch auch nicht sein. Am Ende entschieden wir uns für das Hotel Klosterbräu & SPA*****in Olympiaregion Seefeld/Tirol. Ein Wellness & Spa Hotel mit einer mehrerer Generationen langen Tradition. Aus dem ehemaligen Kloster wurde ein Hotel, welches in der Moderne angekommen ist und trotzdem den Charme aus der Vergangenheit beibehalten hat. Die Anreisedauer von ca. drei Stunden war auch perfekt und zudem liegt das Hotel mitten im Zentrum von der Olympiaregion Seefeld umringt von Bergen. Was will man mehr?

Auf dem zur Olympiaregion Seefeld

Die Anreise war sehr entspannt, da die Straßen ziemlich frei waren. Am Hotel Klosterbräu & Spa****** angekommen wurden wir gleich herzlich mit einem Begrüßungsgetränk in Empfang genommen.

Eingangsbereich Hotel Klosterbräu & Spa*****

Das Gepäck wurde währenddessen auf das Zimmer gebracht und uns wurde persönlich das Hotel mit Spa-Bereich, Restaurant etc. gezeigt. Zudem wurden wir noch für die abendliche Weinprobe im hauseigenen, alten Weinkeller eingeladen bei der Alois Seyrling persönlich (Leiter und Besitzer Hotel) die Geschichte rund um das Hotel, seine Entstehung und Seefeld auf charmante Art und Weise erzählte.

Weinkeller

Am ersten Abend wird jedem, für die Aufenthaltsdauer, ein Tisch zugewiesen. Das Essen besteht abends aus einer Mischung von Buffet und zwei wählbaren, servierten Gängen. Mit frischer Salat- und Käsebar kann man das Abendessen perfekt starten bzw. abschließen. Über alle Tage hinweg war das Essen von toller Qualität. Sowohl das Frühstück als auch das Abendessen war abwechslungsreich und wahnsinnig lecker. Am ersten Tag nach der Anreise entschieden wir uns, bei bestem Wetter, die Stadt und die nähere Umgebung zu erkunden. Ein kleiner Verdauungsspaziergang nach dem Frühstück sozusagen. Durch die Fußgängerpassage gelangt man zum  Wildsee, um welchen ein kleiner Rundwanderweg führt. Der Weg ist befestigt und für einen kleinen Spaziergang ideal. Ein schöner See, eingebettet von Bergen.

Wildsee mit wunderschönen Bergpanorama

Das Panorama war unglaublich. Die beschneiten Berge herum und strahlender Sonnenschein. Nach einer guten Stunde waren wir wieder am Hotel und widmeten uns wichtigeren Dingen - Wellnessen. Der Spa-Bereich vom Hotel Klosterbräu & Spa****** wurde vor wenigen Jahren runderneuert und besteht aus zwei Schwimmerbecken (Out- und Indoor), Whirlpools und einem eigenen Saunabereich. Hier kann man zwischen Dampfsauna, Infrarotkabine, Ruheraum mit Wasserbetten, Bierzapfraum und einer wunderschönen, einzigartigen und handgeschnitzten Holzsauna wählen. 

Handgeschnitzte Sauna

Mehrmals täglich gibt es Aufgüsse durch einen eigenen Saunameister. Wir entschieden uns für das Salzpeeling mit ätherischen Ölen im Dampfbad. Es war toll wie uns jeder einzelne Schritt genau beschrieben wurde und wir bei der Anwendung unterstützt wurden, ohne dass es aufdringlich wirkte.

Whirlpool

Zusätzlich zu diesen Bereichen besteht noch die Möglichkeit verschiede Wellness-Anwendungen oder Private-Spa Räume zu buchen. Wir haben beides genutzt und waren sehr angetan von der Professionalität der Masseure, bei denen es sich um ausgebildete und wahnsinnig freundliche Physio’s handelte. Hier wurde das Motto des Hotels „Younique“ vorbildlich gelebt. Neben dem Spa-Bereich bietet das Hotel noch zahlreiche weitere Aktivitäten. Ein eigener Aktivitäten-Guide Clemens plant Wandertouren und steht mehrmals in der Woche zu Wanderungen in der näheren Umgebung zur Verfügung. Im Eingangsbereich gibt es dazu einen eigenen Wochenkalender, bei dem alle Aktivitäten (Yoga, Wandern, Führung durch Brauerei) aufgezeigt werden. Leider hat es zeitlich nicht geklappt eine Tour mit Clemens zu machen. Also entschieden wir uns für Plan B. Nach Rücksprache mit den Mitarbeitern des Hotels, war es trotz Schnee immer noch möglich zur Nördlinger Hütte zu wandern (ca. 7 Std. Hin- und zurück). Wir entschieden uns, dass meine Frau die Tour nicht mitmacht und stattdessen den Spa-Bereich genießen wird. Nach einem wieder wahnsinnig leckeren Abendessen, ging es am nächsten Morgen, ohne Frühstück, Richtung Nördlinger Hütte. Da die Hütten zu der Zeit bereits geschlossen hatten, war Selbstverpflegung angesagt. Von der Olympiaregion Seefeld aus ging es entlang der Bundesstraße Richtung Reith.

Auf zur Nördlinger Hütte

Über eine Unterführung gelangte man zum Bienenlehrpfad und schließlich auf den Weg 84. Bereits nach wenigen Minuten wird aus der Befestigten Straße ein wunderschöner, etwas breiterer und steiler Trampelpfad. Festes Schuhwerk ist durch die Vielzahl an Wurzeln und hohen Stufen zu empfehlen.

Weg 84

Mein erster Stopp war die Reitherjoch Alm. Die Stille war ungewohnt, da Berghütten ja sonst immer ein Treffpunkt für Wanderer und Tagesausflügler ist. Von daher ging es nach kurzem Stopp gleich wieder weiter um nicht unnötig auszukühlen.

Reitherjoch Alm

Für ein kurzes Stück war der Weg zur Nördlinger Hütte eine, breite, befahrbare Strecke, die wiederrum in einem schönen Trampelpfad endete. Das Wegprofil, lässt sich durchaus mit dem ersten Teil vergleichen, einzig, dass die Vegetation sich langsam änderte und verstärkt Latschenkiefer vorzufinden waren.

Aufstieg Nördlinger Hütte

Der Blick auf die Hohe Munde und die umliegenden Berge ließ mich immer wieder anhalten um das Panorama zu genießen (Okay, durchschnaufen war auch mal dabei ;-)).

 

Blick auf die Hohe Munde

Nach gut zwei Stunden war es zum ersten Mal möglich auf die Nördlinger Hütte zu blicken. Wie so oft war dies etwas trügerisch, da zum einen der Weg noch etwas weiter war und zum anderen durch den gefrorenen Schnee auch mühsamer wurde.

Verschneiter Weg

Nach ca. 3 Stunden war ich auf der Nördlinger Hütte angekommen. Die Hütte war zum Teil eingeschneit und ich suchte mir einen windgeschützten Platz zum Umziehen für den Abstieg.

Nördlinger Hütte

Der eigentliche Plan war noch die Reither Spitze zu überqueren. Durch die Schneeverwehungen entschied ich mich jedoch für den direkten Abstieg über den Weg 10. Wie bereits beim Aufstieg waren keine Wanderer auf dem Weg anzutreffen. Einzig ein paar einzelne Gamsen zeigten ein klein wenig Interesse. Der Abstieg war schwieriger wie gedacht. Vor allem durch die Schneeverwehungen steckte ich teilweise knietief im Schnee fest.

beschwerlicher Abstieg

Mit jedem Höhenmeter den es nach unten ging, wurde dies natürlich besser. An der Härmelkopfbahn angekommen ging es über die Skipiste Richtung Reitherjoch Alm. Landschaftlich war dieser Weg natürlich nicht so schön wie der 84’er. Von der Alm ging es über direkten Weg nach Seefeld zurück. Mein Gesamtfazit für die Tour ist durchweg positiv. Die Wege sind sehr gut beschildert und bieten immer wieder spektakuläre Bergpanoramas. Für den Abstieg empfehle ich jedoch einen anderen Weg zu wählen. Für mich war die Skipiste/10’er landschaftlich nicht reizvoll.

Abstieg über Skipiste

Insgesamt vier Übernachtungen, einige Wellnessanwendungen, viele Stunden im Restaurant, im Spa-Bereich und zwei Wanderungen ließen die Zeit wie im Flug vergehen. Es waren für uns tolle Tage im Klosterbräu & Spa ***** in der Olympiaregion Seefeld. Das Hotel wurde seinem Motto „Younique“ in allen Belangen gerecht. Wir fühlten uns die ganze Zeit wohl und es waren immer wieder die Kleinigkeiten, die für das Hotel sprechen (z.B. kleiner Schlüsselanhänger zum Abschied, persönliche Widmungen). Einzig die Servicemitarbeiter im Restaurant kamen nicht ganz an die Qualität der anderen Bereiche heran. Auch die Olympiaregion Seefeld hat uns, durch die Vielzahl an möglichen Aktivitäten positiv überrascht. Es ist wirklich für jeden etwas dabei. Sei es Golf spielen, kleinere Spaziergänge, Alpine Wanderungen oder einfach die Seele baumeln lassen in einen der tollen Wellnesshotels umgeben von imposanten Bergen.

Winter in der Olympiaregion Seefeld

In der anstehenden Wintersaison werden wir leider nicht mehr dort sein, trotz kilometerlangen Langlaufpisten und mehreren Abfahrten die das Herz der Wintersportler höher schlagen lassen. Wir kommen definitiv im August 2018 wieder! Der legendäre Karwendelmarsch ruft und wir werden diesem folgen. Gemeinsam mit dem Activitäten-Guide Clemens und Alois Seyrling werden wir uns dieser Herausforderung stellen.

 

Weitere Informationen

  • Dauer für Aufstieg: 1 Stunde
  • Dauer für Abstieg: 1 Stunde
  • Schwierigkeitsgrad: sehr leicht
  • Klettersteig: nein
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: erforderlich
  • Schwindelfrei: erforderlich
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Andi B.

Sportler, der insbesondere die Sommermonate zum Bergwandern nutzt und Lust am Reisen hat. Zur Abwechslung darf auch mal ein Hindernislauf absolviert werden.