USA - Westküste - The American Way of Life

USA - Westküste - The American Way of Life by Andi B.

The American Way of Life

Die günstigen Flugpreise machten es möglich nach USA Westküste zu fliegen. So kam es zu der Entscheidung dieses Jahr den Haupturlaub auf dem großen Kontinent zu verbringen. Eine Mischung aus Camping – Airbnb und Hotelurlaub sollte es sein und gleichzeitig möglichst viel von dem Land zu sehen. Bei den Distanzen zwischen den Nationalparks kein leichtes Unterfangen.

Start

Von unserer Heimat ging es mit dem Auto bis nach Düsseldorf an den Flughafen. Über Amsterdam flogen wir letztendlich nach Los Angeles. In L.A. angekommen suchten wir gleich die Anlaufstelle für unsere Autovermietung. Nach kurzer Busfahrt und einer knappen Diskussion mit dem Vermieter (er wollte uns unbedingt eine Zusatzversicherung aufschwatzen) bekamen wir unser kleines, schnuckeliges Auto. Es lohnt sich heutzutage nicht mehr ein Navi zu kaufen. Als Navi fungierte unser Smartphone mit passender App. Das tolle daran ist, dass die Karten immer aktuell sind und die Geschwindigkeit von Smartphones heutzutage super ist. Zudem kann man die Geräte auch super im Auto nebenbei laden J.

Cayucos

Unser erstes Ziel war Cayucos. Es liegt direkt am Highway Number One. Wir würden es als kleine verschlafene Ortschaft bezeichnen. Leider war das Wetter nicht so wie wir uns das vorgestellt hatten. Es regnete in Strömen und auch der nächste Tag versprach wenig Besserung.

Am Ende vom Highway Number One.

San Francisco

Da die Strecke zum Ben Sur aufgrund einer Schlammlawine längerfristig gesperrt ist, mussten wir den Weg über die 101 nehmen. Davor suchten wir jedoch noch ein kleines Restaurant für ein Frühstück to go aus. Tripadvisor half uns dabei, das richtige Lokal zu finden. Ab dem Zeitpunkt war der Kaffee Moccha und Chai Latte unser ständiger Begleiter J. Es ging durch die „Kornkammer“ Californiens und in Monterey zurück auf den berühmten Highway No. 1. Leider war das Wetter nicht entsprechend und auch die Weiterfahrt nach San Francisco ließ zu wünschen übrig.

 

Wie in einem guten Film, riss jedoch kurz vor der Golden Gate Bridge die Wolkendecke auf und wir überquerten die bekannteste Brücke der Welt bei einem Mix aus Sonne und Wolken. Übernachtet haben wir nicht direkt in San Francisco sondern in Strawberry. Ca. 10 Autominuten von der Stadt entfernt auf der anderen Seit der Golden Gate Bridge. Die Unterkünfte sind hier bedeutend günstiger und der Muir Woods Nationalpark ist auch leichter zu erreichen. Die Anreise ist trotzdem nicht so schön, da es einige Serpentinen bergauf und bergab geht.

Muir Woods

Bei leichten Regen entschieden wir uns durch den Park zu wandern. Nach wenigen Metern fühlt man sich sofort in der Zeit zurückversetzt. Es kommt einem vor, wie in dem Film Jurassic Park, wenn man zwischen den riesigen Mammutbäumen hindurchwandert. Die Kombination aus den unvorstellbar großen Bäumen, der Stille und einem Bach, der durch das Tal fließt, sorgen für eine unglaubliche Atmosphäre.

Durch den leichten Regen und den tief stehenden Wolken wurde dieses Gefühl noch mehr verstärkt.

Wie in Amerika üblich sind die Wege sehr gut ausgebaut, teilweise sogar asphaltiert, was den Gesamteindruck jedoch weniger stört. Falls man solche Wege meiden möchte, sind es oft nur wenige Schritte um auf Trampelpfade zu wandern.

Monsterbäume :-)

Alles in allem ist der Muir Woods ein faszinierender Nationalpark, der bei einem Besuch von San Francisco durchaus auf der Tagesordnung stehen sollte. Abseits von dem Trubel in der Stadt ist es ein toller Park um abzuschalten und sich von der ursprünglichen Vegetation mit seinen Küstenmammutbäumen begeistern zu lassen.

San Francisco – Stadt

Die europäische Stadt in den USA hat etliche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Natürlich überstrahlt die Golden Gate Bridge vieles aber die Stadt hat wesentlich mehr zu bieten.

Eine gute Idee ist es, sich an den Scenic Driveway zu orientieren. Damit erreicht man viele der bekannten Sehenswürdigkeiten von San Fracisco.

Definitiv lohnt es sich auf der Seite von der Golden Gate Bridge den Weg zum Strand Kirby Cove zu wählen. Von dort hat man nochmal, vor allem abends, eine fantastische Aussicht auf die Brücke.

Lake Tahoe

Vom Meer aus ging es auf über 1900m Höhe zum Lake Tahoe. Durch den starken Schneefall im Winter türmte sich der Schnee noch meterhoch an beiden Straßenseiten. Je näher wir dem See kamen, desto höher wurden die Schneeberge an beiden Seiten.

Auf dem Weg zum Lake Tahoe

Der See vor unseren Augen

Der See liegt wunderschön eingebettet im östlichen Teil der Sierra Nevada.  Die Farbe ist an vielen Stellen tiefblau. Unterkünfte sind mehr als ausreichend vorhanden. Vom Sterne-Hotel bis hin zu einfachen Campingplätzen. Lake Tahoe Village ist das Glücksspielparadies in den USA neben Las Vegas. Zudem sind in den Wintermonaten sehr viele Ski Touristen vor Ort und nutzen die zahlreichen Abfahrten. Die Infrastruktur ist dadurch entsprechend ausgebaut

Der bekannteste Ort ist die Emerald Bay. Eine Bucht mit einer kleinen Insel in der Mitte. Durch die großen Mengen an Schnee waren leider die Wanderwege alle noch gesperrt. Einzig am Ufer entlang und um die Aussichtpunkte herum konnte man die Wege nutzen. Für uns war das kein Hindernis den Aufenthalt zu genießen da die Kulisse absolut einmalig ist. Bei unserer Anreise hatten wir bestes Wetter und Sonnenschein. Es war, trotz Schnee und 1900 Meter Höhe, sogar möglich im T-Shirt sich zu bewegen ohne zu frieren da die Kraft der Sonne bereits enorm war. Sonnschein, Berge von Schnee, riesige Nadelbäume, ein tiefblauer See, eingebettet in die Sierra Nevada. Einfach nur traumhaft.

Emerald Bay

Wegen den verschneiten Wanderwegen und mit Blick auf unsere weitere Tour entschieden wir uns, nur eine Nacht am Lake Tahoe zu verweilen und am nächsten so weit wie es geht in Richtung Death Valley zu fahren.

Highway 395

Für die Fahrt vom Lake Tahoe zum Death Valley bietet sich der Highway 395 an. Eine tolle Strecke entlang der Sierra Nevada, welche nicht sehr stark befahren ist.

Highway 395

Ausreichend Schnee im Winter lässt das Schmelzwasser steigen

 Auf dem Weg zum Zwischenziel machten wir noch kurz Stopp am Mono Lake, welcher zur Wassergewinnung von Los Angeles genutzt worden ist.

 

Mono Lake

Mono Lake

Entsprechend fiel der Wasserspiegel um mehrere Meter ab. Aufgrund seiner Einzigartigkeit und der Bedeutung für vielerlei Tiere wurde eine Reduzierung der Abnahmemengen beschlossen. Seit dieser Zeit steigt der Wasserspiegel wieder leicht an. Landschaftlich fanden wir den See und das Einzugsgebiet weniger interessant. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass die Vegetation einfach noch nicht aus ihrem Winterschlaf erwacht ist und alles um uns herum kahl war.

Highway 395

Unser eigentliches Ziel war ein Camping Platz beim June Lake. Dort angekommen war auf dem Platz jedoch eine geschlossene Schneedecke. Mit unserem Zelt und den Schlafsäcken ein durchaus waghalsiges Unterfangen. Nach kurzem Stopp entschieden wir uns weiter zu fahren und einen anderen, südlicheren Camping Platz zu suchen.

Camping Platz Tuttle Creek

Die erste Übernachtung in den USA auf einem Camping Platz gestaltete sich schwieriger wie gedacht jedoch entschädigte die Lage für alle Strapazen. Mitten im Nirgendwo, umgeben von Bergen und nur von Mücken gestört liegt dieser Camping Platz in unmittelbarer Nähe zu Lone Pine, einer kleinen verschlafenen Ortschaft.

Tuttle Creek Camping Platz

Es war für uns total überraschend, wie gut ausgestattet und wie gepflegt alle Camping Plätze in den Staaten sind. Prinzipiell ist jeder einzelne Platz mit einer eigenen Feuerstelle/Grill sowie einem massivem Tisch und zwei Bänken ausgestattet. Die Kosten für eine Übernachtung lagen zwischen 10$ und 25$ pro Platz und unabhängig von der Personenanzahl.

Grillplatz ist bei jedem Zeltplatz Standard

Es wird Nacht

Als wir an Tuttle Creek unser Zelt mit Schlafsack und Isomatte aufgebaut hatten, ging langsam der Mond auf. Ein tolles Schauspiel wenn gleichzeitig die Sterne immer heller leuchten.

Ein tolles Schauspiel

Generell darf in Amerika aber nicht vernachlässigt werden, dass es nachts extrem abkühlen kann. Deswegen entschieden wir uns für einen Schlafsack, der ein breites Temperaturspektrum abdeckt. Wichtig ist zudem eine gute Isomatte. Sowohl zur Isolierung vom Boden als auch um etwas Komfort zu schaffen.

Death Valley

Nach einer Nacht am Tuttle Creek ging es weiter zum Death Valley. Das Valley ist mit dem Badwater Basin (tiefster Punkt), dem Dante’s View Aussichtspunkt, zahlreichen Canyons und bunten Gesteinsformation ein toller Nationalpark.

Bunte Felsen - eine unwirkliche Landschaft

Dante's View

Wandertouren sind weniger zu empfehlen, stattdessen dient das Auto als Hauptfortbewegungsmittel um an den verschiedenen Attraktionen kurze Wanderungen von 20-30 Minuten zu machen. Unser Glück war der bewölkte Himmel während unserer Zeit im Valley. Die Temperatur stieg somit auf nur angenehme 30°C. Wichtig ist über die gesamt Zeit hinweg genügend zu trinken. Die trockene, warme Luft entzieht förmlich die Feuchtigkeit aus dem Körper.

Unter Beobachtung

Leider waren alle Übernachtungsmöglichkeiten ausgebucht (Osterferien ist Hauptreisezeit!). Somit entschieden wir uns nachdem Besuch von den Hotspots für eine Weiterfahrt nach Las Vegas.

Am Rande vom Death Valley

Las Vegas

Das Disneyland für Erwachsene, die Stadt der Träume. Las Vegas hat viele Namen und jeder trifft irgendwie zu. Es ist einfach eine surreale Welt mitten in der Wüste. Eine Partystadt geprägt von Glücksspiel, Schlemmen und einfach nur Feiern. Über Geld wird hier wenig nachgedacht, stattdessen wird es einfach nur ausgegeben. Wir schliefen in einem Hotel etwas außerhalb vom Strip wo Schlafzimmer und der Casino Bereich voneinander getrennt sind. Dadurch ist es bedeutend ruhiger im eigenen Apartment und der Weg zum Casino ist auch nicht viel weiter.

Um abends auf den Strip zu gelangen, sind wir mit dem Auto auf dem Parkplatz hinter dem Linq Hotel gefahren, der momentan noch kostenlos ist. Wir haben damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: günstigeres und zugleich ruhiges Hotel und trotzdem Ruck-Zuck am Strip gewesen. Für uns gab es ein paar Punkte die wir zwingend in Las Vegas machen wollten. Wir starteten mit einer Runde Glücksspiel am Automaten. Wie viele andere auch verloren wir anstatt zu gewinnen :P. In den Spielcasinos gibt es keine Uhren, keine Fenster und auch die Ausgänge sind nur schlecht ausgeschildert. Dies hat Methode, um den Spieler möglichst lange im Casino zu halten. Man kann sich nicht vorstellen, wie viele Menschen nachts unterwegs sind. Je später die Stunde desto mehr füllt sich der Strip mit Leben. Die Lichter leuchten immer heller und die Autos zeigen wie viel Power sie unter der Haube haben.

Am nächsten Morgen wollten wir unbedingt eines der riesigen Buffets genießen. Preislich und von der Qualität liegen alle auf einem ähnlichen Niveau. Wir entschieden uns für das Buffet im Wicked Spoon. Für gut 40€ wird einem alles angeboten was man sich vorstellen kann. Vom French Toast über Roastbeef bis hin zu Sushi. Die Gefahr, dass zu viel Essen auf dem eigenen Teller landet ist natürlich groß. Zum einen sind viele Gerichte geschmacklich sehr gut und zum anderen ist die Auswahl schier unglaublich. Und das ein oder andere Gerichte möchte man ja auch probieren J.

 

Da gehts lang

Grand Canyon und Hoover Dam

Zwei Highlights die im weiteren Umkreis von Las Vegas liegen sind der Hoover Dam und der Grand Canyon. Der Hoover Dam ist eine Talsperre auf der Grenze zwischen Nevada und Arizona und ca. 45 Minuten von Vegas entfernt. Da wir in unserem Fall erst gegen 11Uhr vor Ort waren, stieg die Wartezeit zum Damm auf ca. eine halbe Stunde an. Parkplätze waren auch keine vorhanden. So entschieden wir uns dieses beeindruckende Bauwerk nur mit dem Auto zu bestaunen und anschließend gleich weiterzufahren zum Grand Canyon.

Wie viele andere Staudämme verändert der Hoover Dam die komplette Flora und Fauna im Flussbereich des Colorado River und ist dadurch durchaus kritisch zu sehen. Für einen Fan von beeindruckenden Bauten lohnt es sich den Staudamm zu bestaunen. Da wir beide jedoch die Natur in ihrer ursprünglichen Form bevorzugen, wird es der erste und einzige Besuch gewesen sein.

Hoover Dam

Im Gegensatz dazu steht der Grand Canyon, den wir nach ca. 6 Stunden Fahrtzeit erreicht haben. Online hatten wir keine Möglichkeit mehr einen Zeltplatz zu buchen. Wir entschieden uns, einfach vor Ort beim Office nachzufragen ob doch noch Plätze frei sind. Und wir hatten das Glück auf unserer Seite. Eine viertel Stunde später und das Büro hätte geschlossen gehabt. Stattdessen bekamen wir einen tollen, sauberen Campingplatz. Wir haben uns wahnsinnig darüber gefreut und sind, nachdem wir das Zelt aufgebaut haben, direkt ans Rim gefahren um den Sonnenuntergang zu genießen.

Unser Zeltplatz

Der Anblick ist einfach phänomenal, wenn sich der Canyon nach und nach rot färbt und die Sonne verschwindet. Es ist ein absolutes Muss am Grand Canyon.

Abendstimmung am Grand Canyon

Beim Sonnenaufgang findet ein weiteres Spektakel statt. Die Sonne geht langsam auf und das Ende des Canyon bildet eine gerade Linie. Man muss es erlebt haben, wie am Horizont die Farben immer heller werden und dann die ersten Sonnenstrahlen über das Rim hinweg leuchten. Der einzige Nachteil ist, dass man zeitig aufstehen muss um den Sonnenaufgang mitzuerleben. Nicht zu vergessen sind, die richtige Kleidung sowie ein guter Schlafsack mit passender Isomatte am Grand Canyon. Der Südrand liegt auf ca. 2100m ü. M. und erreicht damit die Höhe von Mittelgebirgen. Dadurch kühlt es nachts sehr stark ab. Temperaturen im einstelligen Bereich sind auch im Sommer keine Seltenheit.

Da wir am Grand Canyon Freunde aus Deutschland getroffen haben, entschieden wir uns gemeinsam essen zu gehen anstatt zu grillen. Um vom Zeltplatz zu einem Restaurant zu kommen sind es ca. 15 Minuten Fahrt. In Grand Canyon City gibt es ein paar Restaurants die sich alle im oberen Preissegment bewegen (was Preis Leistung angeht). Von daher empfehlen wir mit genügend Proviant zum Grand Canyon zu reisen und sich vor Ort einen der tollen Campingplätze zu suchen. Anschließend den Grill einheizen und danach den Sonnenuntergang am Rim genießen. Letztendlich ist es ein Muss wenn man am Grand Canyon ist.

Mutiges Wild

Wir blieben nach dem Sonnenuntergang noch längere Zeit am Rim um den Sternenhimmel zu genießen. Die Lichtverschmutzung ist hier im Gegensatz zu vielen anderen Teilen der Erde sehr gering. Wenn dann noch, wie in unserem Fall, der Himmel frei von Wolken ist, kann man super Sterne und den Mond beobachten.

Sternenhimmel am Grand Canyon

Es war eine grandiose Stimmung. Der Mond leuchtete leicht in den Canyon und  trotzdem konnte man noch die Sterne sehen. Wichtig ist für die Nacht eine warme Jacke dabei zu haben, da es verdammt frisch geworden ist. Leicht durchgefroren kamen wir gegen 22:30 am Zeltplatz an und schlupften direkt in die warmen Schlafsäcke. Der Kaffee am Morgen ist für uns oft Pflicht. Hier können wir das Grand Canyon Village absolut empfehlen. Nach einem Moccha und einer Chai Latte bauten wir unser Zelt ab und ging es nochmal ans Rim. Wir entschieden uns nicht zu tief in den Canyon zu laufen, da wir noch eine weite Fahrtstrecke vor uns hatten. Unser Ziel war es an diesem Tag noch bis nach Page zu fahren.

Grand Canyon

Page – Lake Powell – Antelope Canyon

Page ist eine kleine Stadt zwischen dem Antelope Canyon, Lake Powell (mit Staudamm) und Horseshoe Bend gelegen. Die Bevölkerung besteht zu einem Teil aus einheimischen Indianern und US-Bürgern. Um alle Attraktionen zu sehen werden mindestens zwei Tage benötigt. Bei der Anreise vom Grand Canyon fährt man direkt am Horseshoe Bend vorbei wodurch sich ein Besuch gleich lohnt. Wir entschieden uns, trotz der hohen Temperaturen, direkt für den Horseshoe Bend.

Horseshoe Bend

Über Sanddünen und ca. 15-20 Minuten Fußmarsch erreichten wir die bekannteste Flußschleife der Welt. Es war ein toller Anblick der einzig von der Vielzahl an Touristen gestört wurde. Nach dem einen oder anderen Erinnerungsfoto fuhren wir weiter zu unserem Zeltplatz am Lake Powell. Camping ist ja in den USA fast wie ein Volkssport. Vor allen Dingen die riesigen Camping Vans sind häufig zu sehen. Entsprechend gepflegt sind auch die Campingplätze. Am Lake Powell standen, wie bei allen anderen auch, ein Tisch mit Bänken und ein Grillplatz zur Verfügung. Zudem gab es warme Duschen und WLAN.

Lake Powell

Ein weiterer Vorteil der Zeltplätze ist auch die tolle Lage direkt in den Nationalparks. In unserem Fall war der er Blick vom Zelt auf den See und den bunten Sandsteinen einfach grandios.

Wenn das Zelt aufgebaut ist, die Mammut Schlafsäcke auf den Isomatten liegen ist es Zeit den Grill anzufeuern. Wie bereits erwähnt hat jeder Zeltplatz seine eigene Grillstelle. Man muss nur das Besteck, Fleisch und genügend Holz mitbringen. Es ist strikt verboten Gestrüpp zum Anzünden zu verwenden. Von daher ist es wichtig eigene und ausreichend Anzünder dabei zu haben. Auf alle Fälle ist der Geruch Abends auf den Zeltplätzen immer toll. Ein, zwei Bier und ein schönes Steak sind auf alle Fälle, auch am Lake Powell, der beste Ausklang. Am nächsten Tag fuhren wir direkt zum Antelope Canyon. Da die Osterferien einer der Hauptreisezeiten in den USA sind, war es schwierig zwei der begehrten Plätze auf den Jeeps zu bekommen. Wir hatten Glück und bekamen die Plätze.

Antelope Canyon

Am langen Ende war es jedoch für den Preis ziemlich enttäuschend. Es ist ein Durchjagen von Touristengruppen bei denen man gedrängt wird die Kamera immer wieder in bestimmten Positionen zu halten und ein Foto zu machen. Sinnvoller wäre es, dass Fotografieren komplett zu verbieten und stattdessen nur den Canyon zu genießen der wirklich wunderschön und spektakulär ist.

Antelope Canyon

Monument Valley und der große Bluff

Vom Antelope Canyon ging es weiter zum Monument Valley. Da unsere Führung dort kurz nach Mittag startete, kamen wir erst gegen 14Uhr von dort aus los. Die Strecke zwischen dem Canyon und dem Valley ist von wenigen Sehenswürdigkeiten geprägt. Das meiste Gebiet ist Indianerland aber wirtschaftlich wenig interssant. Es ist eine triste und trockene Landschaft. Wir waren leider erst um 17 Uhr abends am Valley. Eine Durchfahrt war zu dieser Uhrzeit nicht mehr gestattet, da es schon leicht dämmerte. Wir ärgerten uns, da wir Eintritt bezahlt haben um durch das bekannteste Filmset für Cowboyfilme zu fahren. Es war uns leider nicht gestattet. Ein riesengroßer Bluff für uns.

Monument Valley

Weiterfahrt nach Bluff

Wir entschieden uns nach ein paar Erinnerungsfotos weiter nach Bluff zu fahren. Auf dem Weg dorthin wurde die Landschaft wieder deutlich reizvoller. Sanfte Hügelformationen in den unterschiedlichsten Farben entschädigten teilweise für die Enttäuschung am Monument Valley. Absolut zu empfehlen ist der Gooseneck State Park in Mexican Hat. Wir mussten leider an diesem Park vorbeifahren, da es einfach bereits zu dunkel war. Auf einer nächsten Amerika-Reise wird dies aber einer unserer Ziele werden. Bluff ist kleines Durchgangsdorf, mit einigen Läden und Übernachtungsmöglichkeiten. Ich denke sie profitieren hauptsächlich von den Touristen, die vom Monument Valley nach Moab weiterreisen.

Die Post ist da!

Moab – Deadhorse Point - Arches - Canyonlands

Das Magische Dreieck aus den Nationalparks Deadhorse Point, Arches und  Canyonlands war eines der größten Highlights auf unserer Strecke. Mittendrin befindet sich mit Moab eine tolle Stadt die nicht nur mit der höchsten Brauereidichte in Amerika punktet. Im Prinzip wussten wir nicht wo wir zuerst starten sollten. Wir entschieden uns für den Arches Nationalpark. Am bekanntesten sind die verschiedenen Steinbögen. Aufgrund der knappen Zeit besuchten wir nicht alle Bögen sondern entschieden uns für den Double Arch und North- South Windows. Auf dem Weg dahin gab es noch den Balance Rock zu bestaunen.

Die Natur, der größte Künstler

Double Arch

Lion's Head

Arches

Zum Tagesabschluss fuhren wir noch ein Stück den Colorado River auf der 128er in Richtung Castle Valley um anschließend auf unserem Camping Platz gemütlich zu grillen (Wie fast jedes Mal).

Am Colorado

Nach dem Frühstück ging es am nächsten Tag in den Deadhorse State Park. Da dieser nicht im American The Beautiful Pass mit inbegriffen ist, wurde eine Gebühr 15 Dollar erhoben (State Park gehören nicht zu den National Parks und sind von daher immer extra kostenpflichtig). Der Eintritt hat sich aber absolut gelohnt.

Deadhorse Point

Deadhorse Point

Die Weiten sind faszinierend und der Park ist bei weitem nicht so überlaufen wie der Grand Canyon. Schneebedeckte Berge im Hintergrund und davor tiefe unendliche Schluchten. Landschaftlich ein absoluter Traum und zudem eine tolle Wander- und Bikegegend.

Canyonlands

Canyonlands

Der Canyonlands Nationalpark ist vergleichbar mit dem Deadhorse State Park. Eine bessere Infrastruktur und etwas mehr Aussichtspunkte. Interessant wäre die Strecke direkt am Canyon gewesen, jedoch ist dafür ein Jeep und Offroaderfahrung absolut notwendig. Trotzdem hatten wir tolle Eindrücke vom Park.

Canyonlands

Bryce Canyon – Hatch

Nach drei Nächten in Moab ging es weiter bis zum Bryce Canyon, einen der kleinsten Nationalparks in den USA. Nach Las Vegas für mich die unwirklichste Landschaft an der Westküste. Ein absolut toller Park auf fast 2000m Höhe. Entsprechend frisch war es auch im Park. Es gibt für jeden Typ Wanderstrecken.

Bryce Canyon

Von kleinen Schleifen durch die Sandsteinformationen bis hin zu mehrstündigen Touren, bei denen man sehr wenigen Menschen begegnet. Aufgrund extremer Böen entschieden wir uns für eine der kurzen Wege. Aber egal ob Thor’s Hammer oder die London Bridge, die Natur ist immer noch der beste Künstler auf der Welt, was dieser Park eindrucksvoll beweist.

Kurz nach dem Bryce Canyon

Valley of Fire – Las Vegas

Wie so oft im Urlaub klappt die Zeitplanung zum Ende hin immer weniger. Deswegen entschieden wir uns nur durch den Zion Nationalpark hindurchzufahren anstatt noch die ein oder andere Wanderung zu unternehmen.

Das Valley of Fire ist ein relativ unbekannter Park in der Nähe von Las Vegas. Bekannt durch seine Wave und den Elephant Rock eignet er sich hervorragen für Wanderungen durch die verschiedensten Sandsteinformationen.

The Wave

Insgesamt ein kleiner aber feiner Park, bei dem sich ein Besuch absolut lohnt, wenn man gerade auf der Durchreise nach Vegas ist.

Valley of Fire

Valley of Fire

Santa Monica

Bei unserem zweiten Stopp in Las Vegas blieben wir nur über Nacht um am nächsten Tag direkt zu unserer Endstation nach Santa Monica weiter zu fahren. Unsere über Airbnb gebuchte Unterkunft lag absolut verkehrsgünstig. In fußnähe gab es mehrere Bars und Restaurants und bis in die Fußgängerzone waren es ca. 5-10 Minuten mit dem Auto.

Tolles Essen in Santa Monica

In Santa Monica lernten wir Groupon zu schätzen. Amerika ist ein Land der Gutscheine und mit Hilfe von Groupon kann man wirklich um bis zu 50% günstiger in allen möglichen Restaurants essen gehen. Der erste Tag führte uns jedoch erst mal Richtung Hollywood Hills. Man kann ja nicht in Santa Monica/Los Angeles sein, ohne das Wahrzeichen schlechthin gesehen zu haben. Einfach ein Must-See! 

Beverly Hills mit Blick auf Los Angeles

Ansonsten haben wir den Tag dazu verbracht die Häuser in Beverly Hills zu bestaunen und zu überlegen welcher Promi, in der ein oder anderen Suite wohnen könnte.

Ein weiterer Pflichttermin sind die Stars am Hollywood Boulevard. Mittlerweile sind es ja mehrere Hunderte und viele von denen sind uns unbekannt gewesen. Trotzdem ein tolles Erlebnis direkt neben den Sternen zu stehen J.

John Wayne und sein Stern

Zum Abschluss ging es am letzten Tag in die Fußgängerzone von Santa Monica. Ja es gibt sie wirklich die Fußgängerzonen in den Staaten :D. Nicht weit entfernt davon ist das Ende der legendären Route 66 am Pier One welches letztendlich auch unser Ende der Reise bedeutete.

Fazit:

Amerika immer wieder ein tolles Land! Die Reisezeit während der Osterferien ist toll, jedoch sind viele Parks sehr voll, da die Amerikaner selbst unterwegs sind. Es empfiehlt, sofern möglich, eventuell 1-2 Wochen später zu verreisen. Die Temperaturen sind auch zu dieser Zeit noch angenehm. Wer auf einem Urlaub mit einer grandiosen Natur steht, dem sind die Staaten mit der Westküste absolut zu empfehlen! Wichtig ist nur genügend Zeit für die langen Distanzen einzuplanen.

Weitere Informationen

  • Dauer für Aufstieg: 6,5 Stunden
  • Dauer für Abstieg: 6,5 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Klettersteig: nein
  • Schuhwerk: Turnschuhe
  • Trittsicherheit: nicht erforderlich
  • Schwindelfrei: nicht erforderlich
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Andi B.

Sportler, der insbesondere die Sommermonate zum Bergwandern nutzt und Lust am Reisen hat. Zur Abwechslung darf auch mal ein Hindernislauf absolviert werden.