Rheinland-Pfalz – Hunsrück – Masdascher Burgherrenweg

Rheinland-Pfalz – Hunsrück – Masdascher Burgherrenweg by Bastian D.

Allgemeine Infos zur Tour:

Der Masdascher Burgherrenweg wurde im Mai 2009 eröffnet und führt rund um die Ortschaft Mastershausen, im Dialekt Masdasch. Ursprünglich wurde er mit 62 Erlebnispunkten zertifiziert, nach einigen Änderungen an der Strecke selbst und auch an ihrem Verlauf wurde er 2015 vom Deutschen Wanderinstitut auf 84 Erlebnispunkte aufgewertet. Als Parkplätze und Einstiegspunkte empfehlen sich die Burgruine Balduinseck, das Mastershausener Gemeindehaus oder die Grillhütte in der Freizeitanlage Hallgarten.

Tourenbeschreibung:

Wir starten vom Parkplatz der an der L203 zwischen Buch und Mastershausen gelegenen Burgruine Balduinseck, die auf einem Hügel oberhalb von Mastershausener Bach und Schumbach thront. Der Hügel rund um die Ruine wurde in den letzten Jahren stark gerodet, um den Blick auf die Burganlage freizugeben, deren Restaurierung im Herbst 2013 beendet wurde.


Dem Schumbach folgen wir wenige Meter ins Tal, wo er in den Mastershausener Bach mündet, der uns nun durch eine Unterführung der L203 führt.

Auf der anderen Seite der Straße wartet dichter Wald auf uns, durch den sich der Bach schlängelt. Bald schon kommen wir zu einer Holzbrücke, über die wir den Bach queren und zum Rastplatz „In der Au“ gelangen.


Es folgt ein kurzer, steiler Anstieg über eine Holztreppe an einem mit einem Stahlseil gesicherten Felsen hinauf, an dessen Ende bereits die nächste Bankgarnitur an einem breiten Waldweg auf uns wartet.

Wir folgen dem breiten Waldweg vorbei an der Kaspers Mühle, ehe wir das Tal des Mastershausener Bachs verlassen und teils sehr steil bergauf zu einem Plateau bei Sosberg geleitet werden. Hier gibt es tolle Aussichten von einer Sinnesbank und wenige Meter weiter auch die Rastanlage „Herges Garten“ mit Blick auf Sosberg.


Von hier ist es nicht mehr weit zum Burgberg, den wir schließlich über schmale Pfade erreichen. Hier erwartet den Wanderer neben einer schönen Aussicht auch eine Schutzhütte, um sich vom Anstieg zu erholen.


Über schmale Pfade geht es nun im Wald wieder abwärts, den Burgberg hinab und vorbei an einem alten römischen Brunnen ins Tal des Mörsdorfer Bachs.

Diesem folgen wir allerdings nur wenige hundert Meter, vorbei an alten Stollen, bis zum Rastplatz „Herzenauer Hannes“, an dem der Sosberger Bach in den Mörsdorfer Bach mündet. Der Rastplatz erinnert mit seinem Namen an einen ehemaligen Mühlenbetreiber, der nach Amerika auswanderte und dessen Mühle im Anschluß nicht weiter betrieben wurde und verfiel. Wir folgen nun über einen breiten Waldweg dem Sosberger Bach bachaufwärts in Richtung des Todtenbergs und der Erzgrube Apollo.


Am Fuße des Todtenbergs wartet erneut eine Rastanlage, an der man sich für den steilen Anstieg stärken sollte, die Traumschleife führt hier kurz vom Sosberger Bach weg, ehe man von der Anhöhe wieder ins Bachtal zur Grube Apollo geführt wird. Wen der Anblick des steilen Anstiegs abschreckt kann allerdings auch die bequemere Variante wählen und dem gerade genutzten Weg weiter folgen, bis ihn die Traumschleife an der Erzgrube wieder berührt.


Die Grube Apollo wurde 1891 für den Erzbau erschlossen und 1941 endgültig stillgelegt.Der Eingang zur Grube ist mit Stahlgittern gesichert, wodurch ein Betreten nicht möglich ist. Unmittelbar neben der Grube beginnt der „Zickzack Pfad“, über den die Bergbauarbeiter von ihren Frauen während des Arbeitstages mit Mittagessen versorgt wurden. Angesichts des steilen Weges eine beeindruckende Leistung…


Am Ende des Anstiegs wartet der Rastplatz Geierlay, von dem aus der ursprüngliche Verlauf der Traumschleife auf direktem Wege nach Mastershausen führte. Die neue Wegeführung verläuft allerdings über schmale Pfade durch dunklen Tannen- und Fichtenwald am Aussichtspunkt Winterberg vorbei auf freies Feld zwischen Mastershausen und Reidenhausen. Im weiteren Verlauf queren wir die K64 zwischen den beiden Ortschaften und laufen ein kurzes Stück parallel zur wenig befahrenen Straße, wobei sich uns tolle Aussichten über den Hunsrück und die Eifel bieten.


Während wir dem Weg weiter folgen rückt auch bald der Galgenturm in unseren Blick, einen 2009 erbauten Aussichtsturm nach römischer Bauweise, um an den hier verlaufenden Keltenweg, eine römische Fernstraße zwischen Kirn und Trier zu erinnern. Seinen Namen verdankt er der hier früher stehenden Galgenanlage des Mastershausener Hochgerichts. Bei klarem Wetter bietet der Turm tolle Aussichten in alle Richtungen, jedoch müssen wir vorher noch die L203 zwischen Mastershausen und Haserich überqueren.

Weiter geht es nun vorbei an der von einem Blitzschlag gezeichneten Eiche zwischen Feldern und Wiesen hindurch, über die K69 zwischen Mastershausen und Krastel zur Freizeitanlage Hallgarten. Hier hat die Gemeinde Mastershausen einen Naturbereich am Mautzbach gestaltet, der über Wiesenwege erkundet werden kann. Neben einem Kinderspielpatz gibt es hier Gewässerbiotope, einen Kräutergarten, Streuobstwiesen, Vogelnistplätze und ein Insektenhotel. Auch die Grillhütte der Gemeinde befindet sich hier.


Im Anschluss laufen wir über Wiesenwege auf einer Anhöhe vorbei an Mastershausen  und in Richtung des Dolsbergs und steigen vorbei an einer Windwurffläche über schmale Pfade wieder hinab ins Tal des Mastershausener Bachs.


Dem Bach folgen wir nun meist über breite Waldwege mit gelegentlichen Abstechern auf schmale Pfade durch den Wald, vorbei an den Ruinen der Bucher und der Mohre Mühle, an denen Infotafeln Aufschluss über die Vergangenheit bieten. Später passieren wir noch die heute als Wohnhäuser genutzten Schweitzermühle und Weienmühle, ehe wir unseren Ausgangspunkt, die Ruine Balduinseck erreichen.


Hundetauglich:

Uneingeschränkt, wegen der vielen Bachläufe ist kein zusätzliches Trinkwasser erforderlich

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: Parkplatz der an der L203 zwischen Buch und Mastershausen - Rundkurs
  • Route Abstieg: siehe Route Aufstieg
  • Dauer für Aufstieg: 2 Stunden
  • Dauer für Abstieg: 2 Stunden
  • Ziel Höhe / Gipfel: 480 m
  • Höhenmeter: 310 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Empfohlende Wandermonate: ganzjährig
  • Klettersteig: nein
  • Sehenswürdigkeiten: Ruine Balduinseck, verschiedene Mühlen und Ruinen, Gruben, Burgberg
  • Einkehrmöglichkeit: Pfälzer Stube, Mastershausen, Gasthaus Balduinseck, Buch
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: nicht erforderlich
  • Schwindelfrei: nicht erforderlich
  • Wanderkarte: aufgrund der vorbildlichen Beschilderung nicht erforderlich
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Bastian D.

Ich komme aus dem schönen Hunsrück und bin hauptsächlich auf den hier nur so aus dem Boden schießenden Wanderwegen unterwegs. Immer mit dabei ist mein Hund Kenny, der mich ohne Rücksicht auf das Wetter oder meine Tagesform nach draußen treibt.Außerdem bin ich zertifizierter Wanderführer und biete (nicht nur) für Gäste unserer Ferienwohnung Dickbaums geführte Wanderungen an. Ich hoffe meine Touren- und Testberichte sind hilfreich und würde mich freuen, Leser von wandersuechtig.de als unsere Gäste begrüßen zu dürfen.

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