Rheinland-Pfalz - Hunsrück - Traumschleife Burgstadtpfad

Allgemeine Infos

Kastellaun, Burgstadt im Hunsrück, ist nicht nur Etappenort von Deutschlands schönstem Wanderweg 2017, dem Saar-Hunsrück-Steig, sondern beheimatet auch den mit 72 Erlebnispunkten zertifizierten Burgstadtpfad. 2011 eröffnet ist dieser mit ca. 7 Kilometern und ohne nennenswerte Steigungen ganzjährig begehbar und eine schöne Möglichkeit, auch mit der Familie oder Einsteigern zu wandern. Nachdem wir bereits die drei übrigen Traumschleifen in der Verbandsgemeinde Kastellaun, die Baybachklamm, den Burgherrenweg und den Dünnbachpfad vorgestellt haben, haben wir einen schönen Herbsttag genutzt, um nochmal den Burgstadtpfad in Angriff zu nehmen.

Tourenbeschreibung

Wir starten unsere Tour am Haus Fantasie, vorbei an der Tennishalle und erreichen nach wenigen Schritten das Portal des Burgstadtpfads.

Gleich geht es los über schmale Pfade, die uns durch den Wald führen, vorbei an einem Biomassekraftwerk und dem Forstamt zur Spesenrother Straße.

 

Diese queren wir und tauchen dann auf einem schmalen Pfad in den Pfingstwald ein. Hier dreht sich zunächst alles um das grüne Klassenzimmer, ein vom benachbarten Forstamt angelegtes Gelände zum Lernen von und in der Natur. Dazu gehört unter anderem auch der Blick in den Baum entlang des Pfades, der die häufigsten einheimischen Baumarten vorstellt.

 

Weiterhin gibt es hier ein Insektenhotel, ein Klangspiel und für die Eltern eine Sinnesbank zum Überbrücken der Wartezeit. Wir folgen dem schmalen Pfad weiter und gelangen gefühlt immer tiefer in den Wald, moosbewachsene Buchen und Wurzelpfade geben uns die Illusion, weit weg vom nächsten Ort zu sein.

 

Umso überraschter sind wir dann kurz darauf, als wir zum alten jüdischen Friedhof an der Hasselbacher Straße stehen.

Doch wir tauchen gleich wieder in den Pfingstwald ein, durchqueren das kleine Quellgebiet und passieren anschließend einige exotische Bäume. Diese Bäume, unter anderem einige Mammut- und Lebensbäume, wurden hier vor ca. 100 Jahren gepflanzt, um ihre Entwicklung im eher rauen Hunsrücker Klima zu verfolgen. Anschließend folgen wir für ein paar hundert Meter der alten Römerstraße, die vor ca. 2000 Jahren den Mittelrhein mit Trier verband, ehe wir wieder auf einen schmalen Pfad abbiegen, der uns letztendlich in Sichtweite zum kleinen OrSpesenroth aus dem Wald hinaus führt.

 

Weiter geht es über den Wiesenweg zwischen Waldrand und den angrenzenden Feldern, müssen dann noch einmal die Spesenrother Straße überqueren und dann liegt er vor uns: ein toller Ausblick über den Hunsrück auf den in ca. 30 km aufragenden Höhenzug des Soonwaldes, lediglich ein wenig getrübt durch die Masse an Windrädern, die wie Zahnstocher in der Landschaft aufragen. Da darf natürlich am äußersten Punkt dieses Abschnitts auch eine Sinnesbank nicht fehlen.

 

Dann führen uns schmale Pfade wieder durch den bunten Herbstwald, immer weiter in Richtung des Seerosenteichs, der versteckt hinter einer Picknickwiese mit drei festinstallierten Bankgarnituren liegt.

 

Da die Seerosensaison jedoch vorbei ist, halten wir uns nicht länger auf, folgen den Pfaden durch schöne Eichen- und Buchenbestände auf einen Waldweg, der uns zum Waldspielplatz führt.

 

Durch den mittelalterlichen Landreitgraben, dessen Hänge Kenny gerne als „Halfpipe“ nutzt, gelangen wir kurz darauf auch an den Waldabenteuerpark und schauen kurz den Leuten im Kletterwald zu.

 

Getreu dem Motto „Das beste kommt zum Schluss“ erreichen wir schließlich an der Kräuterspirale den Eingang zum Kyrillpfad. Hier wurde 2007 nach dem Orkan Kyrill bewusst auf das „Aufräumen“ des Waldes verzichtet und über einen Teil der Windwurffläche Holzstege und –treppen angelegt, um zu zeigen wie sich der Lebensraum Wald auf natürliche Weise nach einem solch dramatischen Ereignis entwickelt.

 

Am Ende des 830 Meter langen Pfades stoßen wir auf den kleinen Trimmbach, auf dessen anderer Seite der Kastellauner Barfußpfad verläuft und erreichen kurz darauf wieder das Portal des Burgstadtpfads, von wo es nach einer schönen, gemütlichen Runde vorbei an Tennishalle und Haus Funtasie wieder zum Auto geht.

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: siehe Artikel
  • Route Abstieg: siege Artikel
  • Dauer für Aufstieg: 2 Stunden
  • Dauer für Abstieg: 2 Stunden
  • Ziel Höhe / Gipfel: 490 Meter
  • Höhenmeter: 70 Meter
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Empfohlende Wandermonate: ganzjährig
  • Klettersteig: nein
  • Sehenswürdigkeiten: Grünes KLassenzimmer, Jüdischer Friedhof, Fernsichten am Soonwaldblick, Seerosenteich und Picknickwiese, Kyrillpfad, Altstadt und BUrg Kastellaun
  • Einkehrmöglichkeit: zahlreiche Einkehrmöglichkeiten in Kastellaun
  • Schuhwerk: Turnschuhe
  • Trittsicherheit: nicht erforderlich
  • Schwindelfrei: nicht erforderlich
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Bastian D.

Ich komme aus dem schönen Hunsrück und bin hauptsächlich auf den hier nur so aus dem Boden schießenden Wanderwegen unterwegs. Immer mit dabei ist mein Hund Kenny, der mich ohne Rücksicht auf das Wetter oder meine Tagesform nach draußen treibt.Außerdem bin ich zertifizierter Wanderführer und biete (nicht nur) für Gäste unserer Ferienwohnung Dickbaums geführte Wanderungen an. Ich hoffe meine Touren- und Testberichte sind hilfreich und würde mich freuen, Leser von wandersuechtig.de als unsere Gäste begrüßen zu dürfen.

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