Bayern - Chiemgauer Alpen - Priener Hütte

Allgemeine Informationen

Die Priener Hütte ist eine Alpenvereinshütte des Deutschen Alpenvereins, Sektion Prien, in 1.410 m. u. A. Höhe auf der Westseite des überregional bekannten, aussichtsreichen und zweithöchsten Gipfel der Chiemgauer Alpen auf bayerischem Boden dem Geigelstein (1813 m), der auch als „Chiemgauer Blumenberg“ bezeichnet wird. Die Priener Hütte befindet sich in den Chiemgauer Alpen auf dem Gemeindegebiet von Aschau im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Sie ist ein bekanntes und beliebtes Ausflugsziel unweit der Staatsgrenze zu Tirol. Das Schutzhaus ist ganzjährig geöffnet und bietet zu jeder Jahreszeit eine willkommene Rast, im Sommer bei einer Bergwanderung und im Winter bei einer Ski- od. Schneeschuhtour. Für Bergsteiger ist die Priener Hütte ein bedeutender Stützpunkt auf größeren Touren durch die Chiemgauer Alpen und auf dem Weitwanderweg Königssee-Bodensee, dem Maximiliansweg.


Tour bereitgestellt durch www.komoot.de

Tourenbeschreibung

Ausgangspunkt unserer Schneeschuhtour ist der große beschilderte Wanderparkplatz (718 m) rechterhand der Staatsstraße 2093, von Aschau aus kommend in Richtung Sachrang. Der Parkplatz befindet sich ca. 300m nördlich vor der Ortschaft Huben. Als Zieladresse für das Navigationssystem leistet Diese hier: 83229 Aschau, Huben 50, gute Dienste für einen groben Anhalt. Die Tagesgebühr beträgt 2,00 € und wird mittels Parkscheinautomat erhoben. Von hier überqueren wir die Staatsstraße auf die Seite des Flusses Prien. Hier weist uns bereits eine Wegmarkierung rechterhand in Richtung Priener Hütte. Man folgt dem parallel zur Prien verlaufenden geteerten Fußweg (oder im Winter auch neben der gespurten Langlaufloipe) für ca. 250 m in südliche Richtung, bis man an eine Holzbrücke gelangt.

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Rechts von uns befindet sich eine Bushaltestelle (Bus von Bernau – Aschau/Bhf. (nicht sonn- u. feiertags)), an welcher ebenfalls aufgestellte Wegweiser dem Wanderer den Weg zur Priener Hütte lotst. Wir überqueren links die Prien an der genannten Brücke, wo wir auch zugleich unsere Schneeschuhe anziehen, passieren einen großen Stadel und folgen dem breiten Weg für ca. 200 m.

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Dieser macht nun eine Rechtskurve wobei wir uns weiter bergan halten und so in den Wald gelangen. Gleich zu Beginn macht eine Hinweistafel darauf aufmerksam, dass wir uns ab jetzt im Naturschutzgebiet Geigelstein befinden, von seiner Ausdehnung her das siebtgrößte Bayerns.

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Es ist nun darauf zu achten, dass Hunde angeleint bleiben und die markierten Wege nicht verlassen werden. Ein angebrachter Wegweiser (Weg. Nr. 3) gibt uns eine Aufstiegsdauer zur Priener Hütte von 2,5 Std. an. Zwei weitere Hinweistafeln des DAV veranschaulichen die Skitouren- bzw. Schneeschuhrouten im Geigelsteingebiet. Wir wandern weiter bergan und passieren auf einer schmalen Brücke einen wunderschönen winterlichen Wasserfall.

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Wir folgen dem teils steilen Steig für ca. 1,5 km weiter durch die bewaldete Westflanke, auf welchem es zum Zeitpunkt unserer Begehung auch galt zwei umgestürzte Bäume zu überwinden.

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Ca. 40 Minuten nach Beginn unserer Tour treffen wir auf ein kleines Forsthaus und eine Wegteilung, an welcher auch von rechts die Forststraße sprich die Variante von Sachrang herauf auf unseren Weg einmündet.

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Bei geringer Schneeauflage und Vereisung ist von dem Teilstück über welches wir aufgestiegen sind abzuraten und es empfiehlt sich der Aufstieg von Sachrang aus. Dem Verlauf des Fahrweges (nicht geräumt, lediglich Schneemobilspur) folgend gehen wir kurz bergwärts. Ca. 30 m und knapp 200 m dahinter lassen wir uns von zwei linksseitigen Abzweigungen zum Geigelstein (Variante Jägersteig über die Schreckalm nur im Sommer begehbar) nicht beirren,

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sondern folgen dem Sträßchen ab Diensthütte noch mindestens 1 km bis zu einer deutlich nach rechts ausbuchtenden Linkskehre. Die hier befindliche Abzweigung (1050 m) über die Talalm ist eine gute Abkürzung, da man so den Linksschlenker der Forststraße umgeht.

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Hier folgen wir dem Wegweiser nach links und steigen über einen alten schmalen Steig durch den Wald.

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Nach Verlassen des Waldes erreichen wir eine etwas steilere Bergweide und steigen weiter hinauf zur Talalm (1150 m / im Sommer bewirtschaftet / Gesamtgehzeit: 1,5 Stunden) und den dort befindlichen Almflächen.

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Gleich dahinter nehmen wir den Fahrweg wieder auf und erlangen zum ersten Mal freie Sicht auf die umliegende Bergwelt. Spätestens hier gehen Wanderer und Skitourengänger wieder gemeinsam auf gespurter Route zur Priener Hütte.

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Von hier ab ist der Weg bis zur Priener Hütte problemlos ohne große Mühe zu schaffen. Es geht weiter nach oben, bis man einen Wald durchquert. Nach dem Waldstück folgen wir den darauffolgenden Wegweisern (Weg-Nr. 20 später 3) immer weiter bergan.

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Ab hier wird der Weg etwas flacher und rechterhand rückt eine Hütte in Sichtweite, welche jedoch privat ist. Nach ca. 15 weiteren Minuten erreichen wir diese.

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Direkt dahinter zieht der Weg eine Linkskurve hinauf zur Priener Hütte. Die Priener Hütte hat 365 Tage im Jahr geöffnet.

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Sie wurde im Jahre 1925 erbaut und liegt an einem wunderschönen Platz am Fuße des Geigelsteins mit traumhafen Panoramablick auf den Wilden Kaiser, die Hohe Tauern, Kitzbüheler, Tuxer, Stubaier Alpen sowie auf das Rofan und Karwendel.

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Zum Zeitpunkt unserer Begehung war eigentlich auch noch die Besteigung des Geigelstein Gipfel geplant. Da an diesem Tag an den dortigen Steilhängen erhebliche Lawinengefahr bestand, entschieden wir uns im Gegenzug für ein längeres Sonnenbad an der Priener Hütte. Als Rückweg wählten wir den zwar etwas eintönigen Fahrweg, welcher uns in stetig weiten Kehren abwärts führte.

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Wir entschieden uns beim Abstieg noch kurz zum Gipfelkreuz der o. g. privaten Hütte aufzusteigen, welches sich nur ca. 100 m westlich des Hauses befindet.

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Kurz vor der Talalm ziehen wir unsere Spuren schräg links über die Wiesen hinab zum Wald und der dort befindlichen Forststraße.

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Hier bleiben wir dem Fahrweg weiter treu

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bis zur Forstdiensthütte um von dort wieder auf dem Aufstiegsweg nach Huben abzusteigen. Ein kleiner Hinweis für Rodelfreunde: Anstatt abzusteigen ist es auch möglich mit dem Rodel ins Priental abzufahren. Hierzu ist es jedoch erforderlich seinen eigenen Schlitten hinauf zu schleppen, da diese nicht auf der Priener Hütte ausgeliehen werden können. Die Rodelstrecke an sich ist zweigeteilt: Der obere inoffizielle Teil (Priener Hütte bis Forsthaus) folgt der Schneemobilspur, der untere Teil (ab Forsthütte bis Sachrang) ist eine offizielle Rodelbahn auf geräumter Fahrstraße, dazwischen muss man leider ein längeres Stück den Rodel ziehen.

FAZIT: Eine wunderschöne Schneeschuhwanderung um die verschneite Berglandschaft zu genießen die aber doch etwas Kondition erfordert. Die Priener Hütte hat bereits einen breiten Freundeskreis bei Skitourengängern, Schneeschuhwanderern od. auch normalen Winterwanderern gewonnen weshalb sich im Winter daher Wanderer, Schlittenfahrer und Tourengeher den Fahrweg teilen müssen und diese zumindest an schönen Wochenenden sehr stark frequentiert ist.

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: Wanderparkplatz Huben - Wegmarkierung Nr. 3 - Forsthaus - Fahrweg - Wegmarkierung Nr. 3 - Talalm - Fahrweg - Wegmarkierung Nr. 3 - Priener Hütte
  • Route Abstieg: analog der Aufstiegsroute
  • Dauer für Aufstieg: 2 Stunden
  • Dauer für Abstieg: 1,5 Stunden
  • Ziel Höhe / Gipfel: 1410 m
  • Höhenmeter: 692 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Empfohlende Wandermonate: Januar - Dezember
  • Klettersteig: nein
  • Sehenswürdigkeiten: Wasserfall, Priener Hütte, Panorama
  • Einkehrmöglichkeit: Talalm (nur im Sommer bewirtschaftet), Priener Hütte
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: erforderlich
  • Schwindelfrei: nicht erforderlich
  • Wanderkarte: Kompass Nr. 10
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Sebastian

Was zunächst mit einer gewissen Skepsis begann, da es immer hieß Wandern ist etwas für ältere Leute, schlug ganz schnell in eine große Leidenschaft um und gipfelte letztendlich in einer Sucht. Mit meinen Berichten möchte ich euch helfen diese lebenslängliche Krankheit so gut wie möglich zu überstehen und die Symptome etwas zu lindern.

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