Sachsen - Sächsische Schweiz - Malerweg

Sachsen - Sächsische Schweiz - Malerweg by Frank Exß

Allgemeine Informationen

Als im 18. Jahrhundert die Schweizer Maler Anton Graff und Adrian Zingg das Elbsandsteingebirge besuchten und die bizarre Gebirgslandschaft spontan als „Sächsische Schweiz“ bezeichneten, konnte keiner ahnen, dass sich dieser Name Jahrhunderte halten und bald unter Wanderfreunden als Sinnbild für eines der beliebtesten Wandergebiete in Deutschland stehen würde. Viele Künstler der Romantik erkundeten damals die Landschaft östlich von Dresden und ließen sich von den atemberaubenden Ausblicken, den einzigartigen Felsformationen und dem mächtigen Strom Elbe inspirieren. Über die Jahre gewann die Sächsische Schweiz immer mehr an Popularität und begeistert bis heute zahlreiche Wander-und Naturfreunde. Seit einigen Jahren nun schon führt die Wanderroute des Malerwegs auf den Spuren jener Künstler, sodass Wanderfreude die vielen unbeschreiblichen Ausblicke erkunden können, welche zum Beispiel Caspar David Friedrich und Ludwig Richter in unzähligen Motiven darstellten. Begeben auch Sie sich auf die Spuren dieser berühmten Persönlichkeiten und entdecken Sie die wundervollen Motive der romantischen Maler.

Tourenbeschreibung

UnvergesslicheWandertouren undmalerische Ausblicke
Die Wanderroute des Malerwegs beginnt in der Stadt Pirna, dem „Tor zur Sächsischen Schweiz“. Von hier aus windet er sich über 112 Kilometer quer durch den deutschen Teil des Elbsandsteingebirges und verläuft erst rechts, dann links der Elbe durch die Sächsische Schweiz zu deren bedeutenden Sehenswürdigkeiten. Schon zu Beginn führt der idyllische Wanderweg den Wanderer durch eine einmalige Naturlandschaft und drei wildromantische Gründe. Auf den acht Tagesetappen des beliebten Wanderweges wechseln sich im weiteren Verlauf immer wieder tiefe Schluchten und eine vielfältige Pflanzenwelt mit felsigen Erhebungen und weiten Aussichten ab.

Sachsen - Sächsische Schweiz - Malerweg

Bildquelle: Stadt Wehlen. Die beschauliche Stadt Wehlen liegt direkt an der Elbe. Erkunden Sie die verwinkelten Gassen und tanken Sie Ruhe und Kraft in diesem schönen Elbstädtchen.

Das verträumte Städtchen Wehlen ist das Ziel der ersten Tagesetappe. Empfehlenswert ist ein Besuch des Stadtkerns, welcher liebevoll gestaltet wurde. Abschließen lässt sich der Tag in einen der zahlreichen Restaurants des Ortes, wo man die Abendstimmung im Biergarten genießen und sich beim Blick auf die Elbe entspannen kann.

Im weiteren Verlauf führt der Malerweg zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz: der Basteibrücke. Frühaufsteher erleben hier noch vor den täglichen Touristenströmen ein besonderes Naturspektakel und können die inspirierende Kraft der Sächsischen Schweiz nachempfinden, welche einst schon romantische Künstler hierher zog.

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Die Bastei zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz. Genießen Sie hoch oben über der Elbe die tolle Aussicht!

Der Abstieg folgt über den Amselgrund in Richtung Hockstein, ein weiteres Highlight auf dem Malerweg. Quer durch die Wolfschlucht, das Polenztal und den Schindergraben führt der Malerweg weiter nach Hohnstein, dem nächsten Etappenziel.

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Wanderer im Polenztal. Wanderidylle pur! Das Polenztal bietet die wunderschöne Abwechslung zwischen Wiesen und Wäldern.

Hoch hinauf und tief ins Tal führen die weiteren Wanderungen am Malerweg. Vorbei an der Brandsteinbaude, deren Restaurant sich hervorragend für eine stärkende Zwischenmalzeit anbietet, und die 800 Brandsteinstufen hinab, ist bald das bekannte Kirnitzschtal erreicht.

Auch die folgende Wanderetappe beginnt mit einem Aufstieg, welcher mit einem atemberaubenden Panoramablick belohnt wird: Die Schrammsteinaussicht eröffnet bei gutem Wetter nicht selten einen Blick zum höchsten Berg der Sächsischen Schweiz, dem Großen Zschirnstein auf der linken Elbseite. Begeistert von der unvergleichlichen Weitsicht steht als nächstes ein beschwingter Abstieg nach Lichtenhain mit seinem gleichnamigen Wasserfall an. Der Weg zum möglichen Übernachtungsort Bad Schandau kann dann zum Beispiel mit der Kirnitzschtalbahn zurückgelegt werden.

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Erkunden Sie das Kirnitzschtal doch einmal mit der Bahn und nicht zu Fuß. Der nostalgische Charme dieser kleinen Bahn ist unverwechselbar.

Die folgende Etappe ist wieder mal eine anspruchsvollere Tour. Dafür bieten sich an diversen Aussichtspunkten wieder herrliche Ausblicke: Durch die Hintere Sächsische Schweiz führt der Wanderweg zuerst zur einmaligen Goldsteinaussicht mit ihrem einmaligen Panorama von der südlichen und der Hinteren Sächsischen Schweiz bis zur tschechischen Grenze. Langsam windet sich der Malerweg nun aber in Richtung Elbe, um dann in Schmilka den Fluss zu queren und von hier aus am linken Elbufer entlang zurück nach Pirna zu führen.

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Treppen, Stiegen, steile Abgründe - das Schrammsteinmassiv fordert die Wanderer heraus und sorgt für ein kleines Abendteuer.

Nachdem die Elbe per Fähre überquert wurde, führt der Malerweg auf Treppen hinauf in Richtung Schöna. Von hier aus führt die Wanderroute hoch hinaus und findet ihren Höhepunkt im Besteigen des Papststeins. Ein Blick zurück, ein Blick nach vorn, ein weiterer lohnt sich allemal: Sowohl die Aussicht zum „zurückliegenden“ Schrammsteinmassiv als auch zum „bevorstehenden“ Gohrisch bieten sich entlang der 6. Etappe.

Als nächstes Etappenziel wartet der ruhige Kurort Gohrisch. Übrigens ist der Aufstieg auf den 448 Meter hohen Tafelberg Gohrisch sehr empfehlenswert. Der Hausberg des Etappenziels ist auf abenteuerlichem Weg über einige Holzleitern zu erreichen, kann aber auch entlang eines markierten Bodenlehrpfades umgangen werden.

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Genießen Sie auf dem Gohrisch den tollen Blick in den gleichnamigen Ort und entspannen Sie sich in der urigen Schutzhütte.

Erster Höhepunkt der 7. Etappe am Malerweg ist der Pfaffenstein mit der Felsnadel Barbarine. Sagenhaft geht es hier zu und Jungfrauen sollten sich fromm benehmen, wenn sie nicht auch zu Stein erstarren möchten, so wie einst ein Mädchen, welches von seiner Mutter im Zorn verwünscht und zu Stein wurde.

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Nicht nur auf den Bergkuppen, auch auf deren Auf- und Abstiegen bieten sich immer wieder wunderbare Weitblicke, wie hier der Abstieg vom Pfaffenstein.

Einige Wanderkilometer weiter werden Wanderer dann von der vielleicht bekanntesten Sehenswürdigkeiten am linken Elbufer empfangen: Majestätisch thront die imposante Festung Königstein über der Sächsischen Schweiz und scheint jeden Herannahenden schon von weitem zu beäugen, ob er denn auch würdig sei, sie zu betreten. Eine Erkundungstour durch die 9,5 Hektar große Festungsanlage und ihre Kasematten sollte unbedingt Bestandteil einer Wanderreise am Malerweg sein!

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Die Festung Königstein ragt weit über das Land hinaus. Erkunden Sie die Festung und fühlen Sie sich in alte Zeiten zurück versetzt.

Den Abschluss einer Wandertour am Malerweg bildet das Rauensteinmassiv. Über den Kamm geht es dann nach Pötzscha und Naundorf wieder zum Ausgangspunkt Pirna.

Trittsicherheit und leichtes Tagesgepäck … Was bei einerWanderung auf demMalerweg nicht fehlen sollte!
Der Malerweg führt über zahlreiche Stiege, in tiefe Schluchten und vorbei an den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz und wurde wegen seines landschaftlichen Formenreichtums einer der beliebtesten Wanderwege Deutschlands. Dennoch sollte man sich vor Antritt einer Wanderreise über die Tücken dieses Wandergebietes bewusst sein. Aber keine Sorge, die Wanderetappen des Malerwegs sind so geplant, dass sie von jedem Wanderfreund bisher gut geschafft werden konnten!

Wanderer müssen zahlreiche Höhenmeter überwinden und sollten aufgrund der Stiegen und Treppen etwas Kondition, aber auch Schwindelfreiheit und Trittsicherheit mitbringen. Auch wenn die Etappen nicht immer übermäßig lang erscheinen, durch das ausgeprägte Höhenprofil sollten längere Gehzeiten eingeplant werden.

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Die Sächsische Schweiz, ein wahres Paradies für alle Wanderfreunde!

Da die Wanderwege zudem meistens eng oder steil abfallend sich, sollte von der Mitnahme riesiger Rucksäcke abgesehen werden. Wer mehrere Tage am Malerwegs unterwegs sein möchte, ohne sein Reisegepäck mitzuführen, dem sei eine Wanderpauschale empfohlen, wie sie zum Beispiel der Wanderreisen-Spezialist AugustusTours anbietet.

Übrigens: Auch Wanderstöcke sind bei den zahlreichen Treppen oft hinderlich. Wer nicht auf seinen Stock verzichten möchte, sollte auf einen Teleskop-Wanderstock zurückgreifen, um, wenn nötig, bei Auf- und Abstiegen mit Treppen die Hände frei zu haben. Selbst wenn am Wegesrand immer wieder Restaurants und Bergbauden zum Verweilen einladen, ausreichend Wasser und kleinere Snacks sollten sich im Wandergepäck ebenso befinden, wie eine Wanderkarte, Regenkleidung und etwas Bargeld. Wer diese kleinen Tipps beachtet, und Freude am Wandern sowie Lust auf weitrechende Ausblicke mitbringt, dem wird der Malerweg unvergessliche Wanderfreude und anmutige Natureindrücke bieten!

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: Mehrtagestour mit 8 Etappen
  • Route Abstieg: Mehrtagestour mit 8 Etappen
  • Dauer für Aufstieg: 6,5 Stunden
  • Dauer für Abstieg: 6,5 Stunden
  • Ziel Höhe / Gipfel: k.A.
  • Höhenmeter: k.A.
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Empfohlende Wandermonate: April - Oktober
  • Klettersteig: nein
  • Sehenswürdigkeiten: k.A.
  • Einkehrmöglichkeit: diverse Gasthöfe und Pensionen auf der Strecke
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: erforderlich
  • Schwindelfrei: erforderlich
  • Wanderkarte: k.A.
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

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