Baden-Württemberg - Schwarzwald - Feldberg zum Belchen

Allgemeine Information

Mit einer Höhe von 1.414 m ist der Belchen die vierthöchste Erhebung im Schwarzwald. Interessant ist die Erhebung nicht nur wegen der herausstechenden Symmetrie, sondern auch wegen dem besonderen Namen. In der näheren Umgebung wurden vier weitere Berge mit dem Begriff aus der keltischen Sprache bezeichnet. Zu Deutsch bedeutet der Name so viel, wie "der Strahlende" und tatsächlich hat die Namensgebung etwas mit der Sonne zu tun. Jeweils zum kalendarischen Beginn der vier Jahreszeiten lässt sich der Stand der Sonne in Beziehung zu den fünf Bergen setzen. Zwar ist diese Belchismus-Theorie nicht wissenschaftlich bewiesen, aber dennoch lockt das geheimnisvolle Bergmassiv zahlreiche Wanderlustige und Aktivsportler an. Tauchen auch Sie ein in die Mystik des Belchen und entdecken Sie beim Wandern durch den Schwarzwald die atemberaubende Natur. Die inspirierende Stille wartet auf Sie.

 

Tourenbeschreibung

Baden-Württemberg - Schwarzwald - Feldberg zum Belchen Baden-Württemberg - Schwarzwald - Feldberg zum Belchen

Etappe 1: Hebelhof - St. Wilhelmer Hütte
Die Tour startet am Hebelhof im Feldberg. Wer die Strecke von 26 km bewältigen möchte, der sollte eine Zeit von sieben bis acht Stunden einplanen. Je nach individueller Fitness kann die Dauer aber variieren. Die Tour führt Sie durch die malerische Landschaft des Schwarzwaldes durch Wälder vorbei an Seen, einsamen Hütten und kleinen Dörfern. Auf Waldwegen und kleinen Pfaden wandern Sie sicher durch das Gebiet. Ein kleiner Weg führt von der Passhöhe am Hebelhof entlang des südlichen Bergmassivs. Eine kleine asphaltierte Straße führt Sie später am Feldberg entlang zum Grübelsattel. Beim Erreichen der Baumgrenze eröffnet sich Ihnen ein einzigartiger Panoramablick. Hier können Sie bereits im Südwesten den Belchen erkennen. Schauen Sie einmal genauer hin. Können Sie die Tierform des Berges erkennen? Es handelt sich um ein Mammut. Vom Grübelsattel geht es hinauf zum Berggipfel. Hier erwartet Sie eine Rastmöglichkeit. Anschließend führt der Wanderweg wieder hinunter in das Tal zur Sankt Wilhelmer Hütte.

Etappe 2: St. Wilhelmer Hütte – Notschrei
Von der Hütte führt der Wanderweg in Richtung Westen über den Stübenwasen. Dieser Höhenrücken hat eine Höhe von 1.386 m und erlaubt Blicke über das St. Wilhelmer Tal. Die nächste Zwischenstation bietet der Berggasthof Stübenwasen. Von hier aus führt eine forstwirtschaftlich genutzte Straße zum Waldhotel Notschrei. Der Schotterweg schlängelt sich vorbei an einem Biathlon- Trainingszentrum und einer Holzmacher-Rotte. Der Weg mündet in eine befahrene Straße, die hinauf zum Pass und dem Waldhotel führt.

Etappe 3: Notschrei - Wiedener Eck
Am Waldhotel überqueren Sie die Verbindungsstraße zwischen Todtnau und Freiburg am Feldberg, um anschließend über einen kleinen Wanderpfad in den Wald zu wandern. Nach einigen Metern gelangen Sie zu einem kleinen Tal, durch welches Sie hindurch wandern. Der Weg führt Sie erneut bergauf zu einer Wegkreuzung. Nach rechts gelangen Sie zum Schauinsland, nach links zum Knöpfelsbrunnen. Ihre Tour geht weiter geradeaus. Der Pfad, der teilweise hohlwegartige Eintiefungen aufweist, geht nun steil bergan. In einer Entfernung von 300 m zur Kreuzung mündet der Pfad in einen breiteren Waldweg. Sie bewegen sich nach links, um zum Rastplatz Auf den Böden zu gelangen. Der Weg schlängelt sich nun entlang von bewirtschafteten Weiden. Sehenswert sind außerdem die Schanzenanlagen aus längst vergangenen Zeiten. Vorbei am Oberen Jetzenwald-Hof geht es zur Passhöhe Wiedener Eck.

Etappe 4: Wiedener Eck - Belchen
Nun beginnt die letzte Etappe auf Ihrer Tour vom Feldberg zum Belchen. Bevor der Anstieg in Angriff genommen wird, führt ein Bergpfad um die Gipfel des Dietschel und des Heidsteins herum. Es geht immer weiter bergauf entlang des Münstertals. An der Krinne, einer Einsattelung, überqueren Sie den Fahrweg und wandern entlang eines schmalen Bergweges nach rechts. Die Serpentinen führen am Nordwest-Hang des Belchen hinauf zum Gipfel.

Anreise & Einkehr
Die bequemste Art und Weise, den Hebelhof im Feldberg zu erreichen, ist mit dem öffentlichen Nahverkehr. Verschiedene Busse fahren von vielen Orten in der Umgebung ab und bringen Sie auf die Passhöhe. Die Busse fahren vom Bahnhof Titisee, vom Busbahnhof Todtnau, von Zell im Wiesental und Schopfheim ab. Einkehrmöglichkeiten finden Sie auf der Wandertour. Eine Jugendherberge am Hebelhof bietet Ihnen Übernachtungsmöglichkeiten. Gelegenheiten zum Rasten finden Sie in der St. Wilhelmer Hütte, im Berggasthof Stübbenwasen, im Waldhotel Notschrei und im Berghotel Wiedener Eck.

Typisch Schwarzwald : Bollenenhut, Kuckucksuhr und. Co.
Der Schwarzwald ist in der ganzen Welt bekannt für seine traditionellen Köstlichkeiten, die volkstümlichen Trachten und das liebevolle Kunsthandwerk. Nicht wegzudenken aus der Tracht der Bevölkerung ist der Bollenhut. Bereits seit 1750 tragen ihn die Frauen zu besonderen Anlässen. Ursprünglich wurde der besondere Hut in den drei Nachbardörfern Gutach, Kirnbach und Reichenbach getragen. Verheiratete Frauen tragen einen Hut mit schwarzen Bollen. Unverheiratete Mädchen dagegen haben rote Bollen auf der Kopfbedeckung. Diverse Heimatfilme haben dem Hut einen breiten Bekanntheitsgrad verschafft. Ebenfalls typisch für den Schwarzwald ist die Kuckucksuhr. Höchstwahrscheinlich stammen die ersten Kuckucksuhren zwar nicht aus dem Schwarzwald, sondern aus Böhmen, aber dennoch gilt die kunstvoll geschnitzte Holzuhr heute als Wahrzeichen der Region. Die Wanduhren wurden erstmals zwischen 1730 und 1750 im Schwarzwald produziert. Sie enthalten ein mechanisches Uhrwerk, welches die Pendel betreibt. Das Gehäuse ist das Symbol für ein Bahnwärterhäuschen. Zu jeder vollen Stunde öffnet sich die Tür, aus welcher ein Kuckuck heraustritt. Der Vogel verkündet mit seinem Ruf die neue Stunde. Der Schwarzwälder Schinken erfreut sich weltweit großer Beliebtheit. Dieser Räucherschinken wird mit speziellen Gewürzen veredelt. Durch das Pökeln über Sägemehl und Tannenreisig bekommt der Schinken seinen Geschmack.

Ergänzende Informationen zum Beitrag
Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald
Berghotel Wiedener Eck

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: Hebelhof - St. Wilhelmer Hütte; St. Wilhelmer Hütte – Notschrei; Notschrei - Wiedener Eck; Wiedener Eck - Belchen
  • Route Abstieg: siehe Aufstieg
  • Dauer für Aufstieg: 5 Stunden
  • Dauer für Abstieg: 3 Stunden
  • Ziel Höhe / Gipfel: 1414 m
  • Höhenmeter: k.A.
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Empfohlende Wandermonate: Mai - November
  • Klettersteig: nein
  • Sehenswürdigkeiten: Landschaft, Dörfer auf der Strecke
  • Einkehrmöglichkeit: diverse Gaststätten auf der Strecke
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: erforderlich
  • Schwindelfrei: erforderlich
  • Wanderkarte: KEINE
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Andi B.

Sportler, der insbesondere die Sommermonate zum Bergwandern nutzt und Lust am Reisen hat. Zur Abwechslung darf auch mal ein Hindernislauf absolviert werden.

 

 

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