Bayern - Fränkische Alb - Arzberg

Allgemeine Informationen

Der Arzberg stellt den höchsten Punkt der Hersbrucker Schweiz dar, auf welchen sich ein Aussichtsturm befindet. Dieser Turm wurde 1885 vom damaligen Verschönerungsverein Hersbruck auf dem 612 m hohen Arzberg errichtet und sollte den Tourismus in dieser landschaftlich reizvollen Gegend ankurbeln. Er wurde nahezu vollständig aus Kalkbruchsteinen errichtet. Am Ende des zweiten Weltkrieges war er wegen seiner Nutzung als Luftbeobachtungsposten häufig das Ziel von Tieffliegerangriffen und erlitt dabei starke Beschädigungen. Der weitergehende Verfall, der kaum mehr ein Besteigen des Turms erlaubte, wurde im Jahre 1974 durch eine umfassende Renovierung gestoppt. Der Turm befindet sich heute im Besitz der Stadt Hersbruck, die somit auch die Wartung und Instandhaltung übernommen hat. Über 117 Stufen einer Holztreppe führen bis zur Aussichtsplattform in 28 Metern Höhe. Von hier aus hat man bei klarem Wetter einen herrlichen Rundblick über die Frankenalb hin zur Burg Hohenstein und nach Westen manchmal sogar bis zur etwa 100km entfernten Frankenhöhe oder zu den Ausläufern des Böhmer- und Steigerwaldes. Tief unten im Pegnitztal liegt malerisch das alte Städtchen Hersbruck mit dem Michelsberg und den gegenüberliegenden Hans-Görgl-Gipfel.

Tourenbeschreibung

Ausgangspunkt unserer Schneeschuhtour ist der Parkplatz am Sportgelände des SV Henfenfeld 1946 (Friedhofstr. 22, 91239 Henfenfeld).


Von hier aus folgen wir der Wegmarkierung Rot-Kreuz, bis zur ersten Weggabelung. Hier halten wir uns weiter der Markierung folgend rechterhand.


An der nächsten Abzweigung, welche wir nach ca. 200m erreichen, folgen wir dem Höhenweg südöstlich in Richtung Edelweißhütte.


Nach kurzer Zeit erreichen wir den Vogelherd und stoßen zugleich auch auf die ersten Fitnessgeräte, welche Bestandteil des Trimm-Dich-Pfades sind.


Nach Erreichen des letzten Sportgerätes folgen wir dem Weg weiter geradeaus bis zu einer großen Wegkreuzung (Entfernungstafeln: Bhf. Henfenfeld 3km / Edelweißhütte 3,5km), an welcher der Franken- sowie der Main-Donau-Weg queren.


Wir wandern weiter bergan in Richtung Edelweißhütte.


Nach Erreichen der Anhöhe dem sog. Reschenberg, zweigen wir rechterhand dem Rot-Kreuz und Weg. Nr. 4 folgend, ab.


Nach 300m erreichen wir eine Hinweistafel, aus welcher hervorgeht, dass die Edelweißhütte noch 2,2 km entfernt ist (Henfenfeld 4,3 km). Wir folgen der Rot-Kreuz Markierung, sowie dem Weg Nr. 4 weiter. Nach kurzer Zeit stoßen wir auch auf den Weg Nr. 6, welcher uns ab hier bis zur Edelweißhütte begleitet. An einer Weggabelung zweigen wir nach links ab,


etwas steiler bergan


bis wir die Anlage der Edelweißhütte erkennen. Nun nur noch am Hüttendorf, welches aus 6 urigen Holz-Tippies besteht, sowie am Niedrigseilgarten vorbei bis hin zur idyllischen Edelweißhütte.


Die Edelweißhütte wurde nach dem Krieg von einem Wirt aus Deckersberg erbaut und jahrzehntelang betrieben. 1982 erwarb der Kreisjugendring Nürnberger Land das Gelände rund um die Edelweißhütte, um einen Zeltlagerplatz für Jugendgruppen im Landkreis Nürnberger Land zu schaffen. Im Jahre 2006 entschloss sich das Jugendfreizeitwerk Nürnberger Land e.V. zu einem Totalumbau des gesamten Gebäudes, da schon seit längerer Zeit Sanierungsbedarf bestand.
So konnte 2007 das neu gestaltete Jugendhaus eröffnen und die Gaststätte unter der neuen Pächterin Christine de Vries wieder Gäste empfangen.

Die Gaststätte mit neuem Glanz und altem Flair bietet im Innenraum nun ca. 50 Personen Platz. Neben gut bürgerlicher, fränkischer Speisen werden auch Gerichte der "gehobenen Klasse" angeboten. Bei schönem Wetter können auf der idyllischen Terrasse ca. 100 Personen - umgeben von Natur pur - die Seele baumeln lassen.

Von der Edelweißhütte folgen wir der Wegmarkierung Rot-Kreuz (blauer Punkt, Nr. 4 u. 5) nördlich in Richtung Arzbergturm, welchen wir nach knapp 1,5 km und ca. 25 Minuten erreichen.


Der gut markierte Weg verläuft durch herrlichen Laub- und Nadelwald. Bei schönem Wetter ist der Turm geöffnet (1. Mai bis einschl. 31. Oktober an Samstagen von 12.00 - 17.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10.00 - 18.00 Uhr, Eintrittspreis Erwachsene: 0,50 €, Kinder: 0,25 €) – der Turmwächter hisst als Signal eine Flagge an der Spitze des Turmes -, ansonsten kann der Turmschlüssel gegen Pfand in der Edelweißhütte ausgeliehen werden. Vom Arzberg aus führt uns der Weg (Rot-Kreuz) nun steil abwärts. An der nächsten Weggabelung zweigen wir nach links (rechterhand zweigt Weg blauer Punkt u. Nr. 5 ab) dem Rot-Kreuz weiter folgend talwärts.


Nach kurzer Zeit erreichen wir einen geschotterten Pfad, welcher uns aus dem Wald hinausführt. Nachdem der Schotterweg endet, mündet dieser auf eine Asphaltstraße, welche uns in die Ortschaft Ellenbach bringt.


In Ellenbach halten wir uns links in Richtung Weiher. Wir wandern ein kurzes Stück durch das Leutenbachtal am Stadtrand von Hersbruck, links weiter und immer westlich bis wir Weiher erreichen. Von hier aus über den Bauernschlag zurück nach Henfenfeld, dem Ausgangspunkt unserer Tour.

FAZIT: Die reizvolle Route führte uns durch die beeindruckende Winterlandschaft des Reschen- und Arzberges mit zeitweise steilen Auf- bzw. Abstiegen, welche sich jedoch „rechneten“ da man mit einem beeindruckenden Rundumblick auf dem Arzbergturm belohnt wird. Die Rot-Kreuz Wegweiser sind in guten Abständen und deutlich sichtbar angebracht.

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: Sportgelände SV Henfenfeld - Wegmarkierung Rot Kreuz - Vogelherd - Reschenberg - Edelweißhütte
  • Route Abstieg: Edelweißhütte - Arzbergturm - Wegmarkierung Rot Kreuz - Ellenbach - Leutenbachtal - Weiher - Bauernschlag - Henfenfeld - Sportgelände SV Henfenfeld
  • Dauer für Aufstieg: 2,5 Stunden
  • Dauer für Abstieg: 2 Stunden
  • Ziel Höhe / Gipfel: 612 m
  • Höhenmeter: 224 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Empfohlende Wandermonate: ganzjährig
  • Klettersteig: nein
  • Sehenswürdigkeiten: Edelweißhütte, Arzbergturm
  • Einkehrmöglichkeit: Edelweißhütte
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: nicht erforderlich
  • Schwindelfrei: nicht erforderlich
  • Wanderkarte: Kompass Nr. 172
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Sebastian

Was zunächst mit einer gewissen Skepsis begann, da es immer hieß Wandern ist etwas für ältere Leute, schlug ganz schnell in eine große Leidenschaft um und gipfelte letztendlich in einer Sucht. Mit meinen Berichten möchte ich euch helfen diese lebenslängliche Krankheit so gut wie möglich zu überstehen und die Symptome etwas zu lindern.

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