Bayern - Fränkische Alb - Sophienquelle

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Allgemeine Informationen

Keinen halben Kilometer von Schloss Grünsberg entfernt, befindet sich die Sophienquelle. Es ist eine der größten barocken Quellfassungen nördlich der Alpen (nach italienischem Vorbild 1724 vom Nürnberger Patrizier Johann Paul III. Paumgartner zu Ehren seiner Gemahlin Sophie Nützel von Sündersbühl als Teil eines „sentimentalen Landschaftsgartens“ erbaut). Nach dem Tod ihres Gatten 1726 ließ Sophie als junge Witwe und Erbin des ganzen Paumgartner Vermögens den Bau der Quelle fertigstellen. Mit dem Halbrund der Brunnenwand aus Rhätsandstein und den geländerlosen Freitreppen auf beiden Seiten ähnelt die Anlage einem Amphitheater. Ursprünglich war über der Brunnenwand noch ein kunstvolles Baluster-Säulengeländer als Brüstung angebracht. Aus der steilen, rotbraunen Felswand über dem gemauerten Stein sprudelt das Wasser, fällt über mehrere Kaskadenbecken und sammelt sich in einem kleinen Teich, bevor es unterirdisch in die Schwarzach fließt. Von Anfang an war der verwunschene Platz im Grünsberger Wald für Honoratioren und Studenten der 1623 im nahegelegenen Altdorf gegründeten Nürnbergischen Universität ein beliebtes Ausflugsziel. Im Jahr 1860 wurde die gesamte Anlage erneuert, die seit 1937 Naturdenkmal ist. Die Sophienquelle wird von der Stromerschen Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung erhalten. Die Stiftung bewirtschaftet zudem den umgebenden Wald, der 2004 in die FFH-Liste der EU als besonders schützenswert aufgenommen wurde.

Tourenbeschreibung

An Sylvester begannen wir unsere kleine Schneeschuhtour am Feuerwehrgerätehaus Altenthann (90592 Schwarzenbruck, Mühlbergstr. 8) einem Ortsteil der Gemeinde Schwarzenbruck. Hinter dem Kindergarten (495 m/ grenzt direkt an das Feuerwehrhaus an) steigen wir eine kleine Böschung hinab


und halten uns links, der Stromleitung folgend für ca. 200m, bis wir eine größere Wiese erreichen. Nachdem wir die Wiese überquert haben


erreichen wir einen geschotterten Forstweg,


welchen wir für ca. 500m in östlicher Richtung weiterwandern. Nach Erreichen eines Waldstückes auf der rechten Seite zweigen wir nach rechts ab (keine Wegmarkierung vorhanden)


und gelangen auf einen schmalen Waldsteig,


welcher uns hinab nach Burgthann führt,


wo uns die hoch über dem Tal gelegene eindrucksvolle Burg mit dem 35m hohen Turm begrüßt.


Wir folgen der Asphaltstraße bergab in Richtung der Hauptstraße, welche wir überqueren. Hier folgen wir den gemeinsamen Rad-Fußweg in nördlicher Richtung, welcher fast parallel zum Fluss Schwarzach (398 m) verläuft.


Aufgrund unserer Schneeschuhe wanderten wir ein kurzes Stück etwas abseits des geräumten Weges.


Nach kurzer Zeit gelangen wir jedoch wieder auf den o. g. Fußweg, welcher uns im Anschluss nach Grünsberg hineinführt.


Direkt am Ortseingang überqueren wir die Straße an der dortigen Verkehrsinsel. Hier stoßen wir auf den sog. Schwarzachtalweg (Wegmarkierung blaues Kreuz) sowie auf den Jakobsweg (weiße Muschel auf blauem Grund), welchen wir ab hier weiter folgen.


Der Weg führt uns durch eine Ahornallee, bei welcher die meisten der Alleebäume zweihundert Jahre alt sind. Nach 300m erreichen wir die Sophienquelle, welche zu einer kurzen Rast einlädt.


Anschließend wandern wir den Markierungen weiterfolgend durch einen parkähnlichen Mischwald. Nach kurzer Zeit stoßen wir auf einen kleinen Bachlauf (sog. Wolfsschlucht / über 20m hoch türmen sich hier die Sandsteinquader, bei Regenwetter od. Schneeschmelze bildet sich ein kleiner Wasserfall), welchen wir unter Zuhilfenahme der Überquerungshilfen in Form von Steinen überwinden.


Wir folgen dem Weg weiter bergan, welcher nun etwas steileren Charakter annimmt.


Nach einiger Zeit erreichen wir eine Hinweistafel, aus welcher hervorgeht, dass die Sophienquelle bereits 500m hinunter uns liegt und Altenthann noch 1,1 km entfernt ist. Hier wechseln wir die Wegmarkierungen und setzen unsere Wanderung mit dem Muschelsymbol sowie der Markierung Blaustrich (sog. Zeidelweg Feucht-Altdorf) weiter bergan fort,


bis wir die kleine Ortschaft Wallersberg erreichen. Wir passieren den kleinen Löschweiher rechterhand und folgen der Asphaltstraße,


welche uns nun wieder zum Ausgangspunkt unserer Tour der Ortschaft Altenthann bringt. Den Jahreswechsel feierten wir im Anschluss an unsere Tour nach einer kleinen Fackelwanderung (leider ohne SchneeschuheWeinend) auf dem Ossinger,


von welchem nach Abschluss der Feierlichkeit mittels Schlitten in das Tal abgefahren wurde.

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: Feuerwehrgerätehaus Altenthann - Wiese - Forstweg - Waldsteig - Burgthann - Rad-/Fußweg Ri. Grünsberg - Wegmarkierung blaues Kreuz & Muschelsymbol - Wegmarkierung Blauer Strich & Muschelsymbol - Wallersberg - Altenthann
  • Route Abstieg: Rundkurs
  • Dauer für Aufstieg: 1 Stunde
  • Dauer für Abstieg: 1 Stunde
  • Ziel Höhe / Gipfel: 495 m
  • Höhenmeter: 97 m
  • Schwierigkeitsgrad: sehr leicht
  • Empfohlende Wandermonate: ganzjährlich
  • Klettersteig: nein
  • Sehenswürdigkeiten: Burg Burgthann, Schloss Grünsberg, Sophienquelle
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: nicht erforderlich
  • Schwindelfrei: nicht erforderlich
  • Wanderkarte: Kompass Nr.
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Sebastian

Was zunächst mit einer gewissen Skepsis begann, da es immer hieß Wandern ist etwas für ältere Leute, schlug ganz schnell in eine große Leidenschaft um und gipfelte letztendlich in einer Sucht. Mit meinen Berichten möchte ich euch helfen diese lebenslängliche Krankheit so gut wie möglich zu überstehen und die Symptome etwas zu lindern.

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