Bayern - Wettersteingebirge - Höllentalklamm

Allgemeine Informationen

Die Höllentalklamm liegt in der Nähe von Grainau, dem Dorf direkt am Fuß der Zugspitze. Das Höllental ist ein Tal im Zugspitz-Massiv des Wettersteingebirges, zwischen Blassenklamm und Waxensteinkamm, durch das die wohl bekannteste Aufstiegsroute von Hammersbach zur Zugspitze verläuft.

Tourenbeschreibung

Vom Parkplatz (gebührenpflichtig) am Ortseingang Hammersbach (753m) starten wir unsere Tour den Schildern Richtung Hammersbach, Höllental folgend.


Dazu wandern wir in den Ort hinein. Vor dem Hotel „Haus Hammersbach“ rechts ab Richtung Höllentalklamm. Gleich zu Beginn des Weges (Markierung H1) liegt die Hammersbacher Hütte (Bauernstube). Der breite Wanderweg führt schattig durch den Wald, kurz etwas steiler aufwärts und anschließend oberhalb des Hammerbachs entlang.


Bald mutiert der breite Weg zu einem hübschen Wanderweg.


In einigen Kehren zieht er steil zur Höllentaleingangshütte (1.047m)  mit dem Eingang in die Klamm, welche wir in ca. 1 Stunde erreichen. Hinweis: DAV-Mitglieder sollten ihren Alpenvereinsausweis nicht vergessen, da man mit diesem in der Höllentalklamm ermäßigten Eintritt erhält (Erw. € 2,50 Erw. DAV Mitgl. € 1,00).


Jetzt wird es laut. Unter einem brodelt der Hammersbach, über einem plätschert ein leichter Wasserfall hinab.


Teils durch ein dutzend in den Fels geschlagene Tunnel (elektrisch beleuchtet, ca. 1m breit und max. 2m Höhe)


und über zahlreiche Stege und Felstreppen begleitet man den Hammersbach und erreicht nach 45 Minuten das Ende der Klamm (1.193m).


Oben am Ausstieg empfängt einen ein ruhiges Bergidyll. Der weite grüne Talboden, den wir hier erreichen, gibt den Blick frei auf die Gipfel der Waxensteine, Riffelwände und den Höllentalferner mit der sich dahinter auftürmenden Zugspitze (2.962m).  Dem durch Bäume und Latschen führenden Weg immer am Hammersbach entlang folgen wir bis zur Höllentalangererhütte (1.381m), welche wir nach ca. 2,5 Stunden erreichen. Rings um die Hütte, erhebt sich die felsige Arena, die 1000-Meter-Wände vom Höllentorkopf und Hochblassen bis zur Zugspitze, sowie der „blaue“ Gletscher über dem senkrechten „Brett“ der Waxensteine direkt über dem Hüttendach.


Als Abstiegsroute entscheiden wir uns für den Stangensteig (Länge ca. 1 km). Der Weg wird von der Höllentalangererhütte zuerst analog der Aufstiegsroute angetreten. Nach ca. 45 Minuten Fußmarsch erreichen wir das Ende der Höllentalklamm. Hier zweigt die Wegmarkierung H3 nach rechts ab (Achtung: Warntafel über Schwindelfreiheit und Trittsicherheit ernst nehmen!).


Der schmale Pfad schlängelt sich an Felswänden, tiefen Abhängen vorbei und führt weiter über Serpentinen (Seilsicherungen/Holztreppen) bergab zur „Hohen Brücke“ (73m hoch, 29m lang, im Jahr 1888 vom DAV erbaut), welche über die Klamm führt.


Hier gibt es einen beeindruckenden Blick in die Klamm und somit auf den vorangegangen Aufstiegsweg.


Nach kurzer Zeit quert der Steig ungesichert die mehrere hundert Meter hohe Waxensteinwand (Steinschlag- u. Absturzgefahr, ca. 100m tief), führt anschließend über ein kleines Geröllfeld und verläuft in Serpentinen weiter bergab.


Nach ca. einer halben Stunde trifft der Stangensteig wieder auf den Aufstiegsweg H1. Nach etwa 3 Stunden ist der Parkplatz in Hammersbach erreicht.

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: Parkplatz Hammersbach - Hammersbacher Hütte - Wegmarkierung H1 - Höllentaleingangshütte - Höllentalangererhütte
  • Route Abstieg: Höllentalangererhütte - Wegmarkierung H3 Stangensteig - Hohe Brücke - Wegmarkierung H1 - Hammersbacher Hütte - Parkplatz Hammersbach
  • Dauer für Aufstieg: 2 Stunden
  • Dauer für Abstieg: 2,5 Stunden
  • Ziel Höhe / Gipfel: 1381 m
  • Höhenmeter: 628 m
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Empfohlende Wandermonate: Mai - Oktober
  • Klettersteig: A - wenig schwierig
  • Sehenswürdigkeiten: Höllentalklamm, Hohe Brücke, Zugspitze, Wasserfälle
  • Einkehrmöglichkeit: Hammersbacher Hütte, Höllentaleingangshütte, Höllentalangererhütte
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: erforderlich
  • Schwindelfrei: erforderlich
  • Wanderkarte: Kompass Nr. 07
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Sebastian

Was zunächst mit einer gewissen Skepsis begann, da es immer hieß Wandern ist etwas für ältere Leute, schlug ganz schnell in eine große Leidenschaft um und gipfelte letztendlich in einer Sucht. Mit meinen Berichten möchte ich euch helfen diese lebenslängliche Krankheit so gut wie möglich zu überstehen und die Symptome etwas zu lindern.

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