Bayern - Fränkische Alb - Kreuzberg

Bayern - Fränkische Alb - Kreuzberg by wandersuechtig.de

Allgemeine Informationen

Die Hersbrucker Alb, die auch als Hersbrucker Schweiz oder Pegnitz-Alb bezeichnet wird, ist der nordöstlichste Teil der Fränkischen Alb rund um Hersbruck, die von der Pegnitz und ihren Nebenflüssen durchzogen wird. Die Hersbrucker Schweiz liegt größtenteils in den Regierungsbezirken Mittelfranken, Oberpfalz und zu einem geringen Teil im Regierungsbezirk Oberfranken. Das Gebiet verfügt über zahlreiche Höhlen und eine markante Felsenlandschaft, die ihm auch den Namen Hersbrucker Schweiz einbrachte. Die Hersbrucker Schweiz ist Teil des Klettergebietes Nördlicher Frankenjura. Der Ossinger (651,1m) bildet den höchsten Punkt der Hersbrucker Alb.

Tourenbeschreibung

Ausgangspunkt dieser Wandertour ist in Pommelsbrunn (364 m/ Adresse für das Navigationssystem: 91224 Pommelsbrunn, Kirchplatz).

Bayern - Hersbrucker Schweiz - Burgruine Lichtenstein/Kreuzberg

Vom Kirchplatz aus halten wir uns halblinks und gehen durch die Laurentiusgasse.

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Nach ca. 150m stoßen wir auf die Lindenstraße. Auf der Lindenstraße halten wir uns links und bleiben nur ca. 40m auf dieser, bis wir im Anschluss rechts in die Eichenstraße abbiegen. Hier passieren wir die katholische Kirche

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und wandern weiter bergan, bis die Eichenstraße schließlich in die Fichtenstraße mündet. Nun halten wir uns links, der Fichtenstraße weiter folgend.

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Nach ca. 300m gelangen wir an die Kreuzung Fichtenstraße/Wiedstraße (Gesamtgehzeit 15 Minuten). Wir wandern zum Waldrand hinüber und sehen bereits hier die angebrachten Holzwegweiser „Naturfreundehaus“ und etwas später „Lichtenstein“.

Bayern - Hersbrucker Schweiz - Burgruine Lichtenstein/Kreuzberg

Ein kleiner Hinweis. Hier finden wir auch das Zeichen Rotpunkt, welches den Weg zum Höhenglücksteig weisen würde. Ein anfangs breiter, später schmäler werdender romantischer, aussichtsreicher und sonniger Saumpfad (Philosophenweg) führt nun mehr als 500m am südlichen Steilhang des Schleußberges oberhalb der „Wied“ (ehemaliger Rinder-Hutanger / Landschaftsschutzgebiet) entlang.

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Hier queren wir auch eine ausgedehnte Blockschutthalde.

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Wo dieser Panoramaweg links in die obere Wied einmündet, bringt uns rot K halbrechts durch den Wald ca. 100m auf einem Schottersteig ansteigend (Grünpunkt-, Gelbkreuz- und Eichhörnchen-Zeichen kommen hier hinzu)

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hinauf zur Burgruine Lichtenstein (507 m / Gesamtgehzeit 30 Minuten).

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Die Festungsanlage befindet sich auf einem vorgelagerten zerklüfteten Felsenriff des Schleußberges (544 m), welches nach Südwesten hervorspringt und auf seiner Südseite vom Tal des Högenbaches und an der Westseite vom Tal der Pegnitz begrenzt ist.

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Der Name Lichtenstein weist auf den hellen leuchtenden Fels hin, auf dem die Burg steht. Die Burg entstand im 13. Jahrhundert, frühester bekannter Besitzer war Heinricus de Lihtenstein. 1325 wurde sie erstmals von den Nürnbergern zerstört und vermutlich Mitte des 15 Jahrhunderts endgültig. 1816 übernahm der Bayerische Staat die Ruine und verkaufte sie 1851 an Paul Wilhelm Freiherrn Ebner von Eschenbach. Dieser ließ die Mauerreste Instandsetzen. Ein Gebäudeteil erhielt die noch erhaltenen gotisierenden Tür- und Fensteröffnungen.

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Ferner wurden Wege angelegt und das Gelände um die Ruine zu einem Landschaftsgarten im Geschmack jener Zeit umgestaltet. Man setzte dem Baron ein steinernes, schlichtes Denkmal. Danach aber verfiel die Ruine immer mehr. Und geht dieser Verfall so ungebremst weiter, kann man die Burg bald nur noch als Burgstall bezeichnen. Ein Aufstieg zu der auf Mauerresten erstellten Aussichtstafel (Rundblicktafel) ist sehr zu empfehlen!

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Von hier oben hat man einen grandiosen Blick auf die umliegenden Berge Mühlkoppe, Hoch-/Eichel-/Bocks-/Arzberg- & Michelsberg sowie auf die Gemeinden Althaus, Pommelsbrunn, Hersbruck und Hohenstadt. In einem Rechtsbogen wird das ehemalige Burggelände wieder verlassen, wo wir auch das o. g. steinerne Denkmal sowie eine Infotafel über die Burgruine passieren.

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Etwas oberhalb stoßen wir auch zum ersten Mal auf den wiederbelebten „Lichtenstein- / Leitenberg-Höhenrundweg (rotes Feld mit weißem Ring 7,8 km diesen werden wir noch einige Male begegnen). Der Lichtenstein-/Leitenberg-Höhenrundweg  verfügt des Weiteren über 3 Abkürzungsmöglichkeiten (grünes Feld mit weißem Ring 2,2 km, blaues Feld mit weißem Ring 4 km, gelber Punkt 6,6 km). Während an dieser Weggabelung Gelbkreuz (führt beinahe eben nach Hubmersberg) und Grünpunkt mit Eichhörnchen (umgehen später den Pleßelberg links) geradeaus weiterführen, biegen wir mit rot K nach wenigen Metern rechts ab.

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Zunächst kurz ansteigend, dann gleich wieder links eben ca. 200m an der flachen Rückseite des Schleusberges entlang. Jetzt führt die Route links durch eine leichte Senke zum Pleßelberg hinüber, dessen Gipfelaufbau rechts (ca. 400m) umgangen wird.

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Jetzt kommen von der anderen Hangseite auch wieder die Zeichen Grünpunkt und Eichhörnchen heran und alle drei Markierungen überqueren gemeinsam einem Pfad (400m) folgend, den flachen Höhenrücken des Ammersbühl. Der anschließende breitere Weg bringt uns nach 300m in das Waldgebiet „Dürrnloh“, wo Grünpunkt die bisher gemeinsame Route nach rechts (in Richtung Pommelsbrunn Ortsmitte) verlässt. Noch ein kurzes Stück (100m) führt der Weg in der bisherigen Richtung weiter, dann biegen wir halblinks in einen kurzen Pfad ein, der gleich in einen querenden Waldweg einmündet. Der Weg gegenüber bringt uns, von ein paar kurzen Steilstücken abgesehen, die nächsten 700m allmählich ansteigend, (vorbei an zwei kleinen Hütten / Gesamtgehzeit 1 Stunde 10 Minuten)

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auf den bis oben bewaldeten Leitenberg hinauf. (Keine Fernsicht, obwohl mit 616 m eine unserer höchsten Erhebungen.)

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Nach Überschreitung des Gipfels, geht’s gegenüber zunächst ein kurzes Steilstück-, die nächsten 400m aber sanft (vorbei an der Leitenberghütte Privatanwesen nicht bewirtschaftet!)

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hinab zum Kreuzbergsattel (Gesamtgehzeit 1 Stunde 20 Minuten). Die Zeichen Grünstrich und Gelbpunkt kreuzen hier, links nach Hubmersberg (ab hier auch das Eichhörnchenzeichen) und rechts nach Heuchling (Grünkreuz) bzw. Appelsberg, Pommelsbrunn (Gelbpunkt)!

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Gegenüber sind es keine 150m mehr bis zum Gipfelfelsen des Kreuzberges (586 m), den man mit K1 über den Felsgrat oder bequemer mit K2 auf einem Waldpfad erreichen kann (bzw. Rundgang).

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Wenn man sich für den Weg K 1 entscheidet gilt es zuerst einige größere Felsbrocken zu umschreiten.

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Im Anschluss beim Gipfelaufstieg ist aber Trittsicherheit und die zu Hilfenahme der Hände erforderlich.

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Die Mühe des Hochkletterns wird aber mit einem Gipfelkreuz

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und großartiger Fernsicht belohnt (Gesamtgehzeit 1 Stunde 30 Minuten / der Nahbereich des Gipfels wächst allerdings immer mehr mit Bäumen zu).

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Der Rückweg führt uns zunächst zurück zum Kreuzbergsattel, dann links (zusammen mit Grünstrich und Gelbpunkt)

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250m abwärts zum Waldrand. (Grünstrich führt geradeaus weiter nach Heuchling). Hier biegt rot K rechts in das Flurgebiet „Weißer Winkel“ ab (kurz begleitet von rotes Feld mit weißem Ring) und verläuft die nächsten 500m (Gelbpunkt verlässt uns bereits nach 300m für kurze Zeit und macht einen größeren Bogen durch die Feldfluren) stets am Waldrand entlang (Gesamtgehzeit 1 Stunde 40 Minuten).

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An einer Wegböschung biegen wir links zu den Feldern hin ab (hier ist Vorsicht geboten, da der Wegweiser zum Zeitpunkt unserer Begehung umgefallen war, siehe im Bild unten links)

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wo nach 100m eine etwas versetzte Feldwegkreuzung erreicht wird (Rotpunkt, rechts vom ehemaligen Bahnhof Pommelsbrunn kommend und links über Heuchling, Bürtel zum „Höhenglücksteig“ führend, kreuzt zum zweiten Mal). Jetzt ein paar Schritte nach links-, dann aber sofort wieder rechts abbiegen (Gelbpunkt ist für die nächsten 300m, bis zum Abzweig nach Appelsberg, auch wieder dabei)

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und bei leichtem Gefälle über Wiesen

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zur Verbindungsstraße Heuchling / Pommelsbrunn hinunter gehen (Gesamtgehzeit 2 Stunden).

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Nur noch mit rot K, müssen wir rechts durch die enge Schlucht des oberen Gehrestales die ersten 350m leider auf der Asphaltstraße zurücklegen.

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Wenn das Tal dann etwas breiter wird, wechselt ein Pfad durch den Hochwassergraben auf die andere Talseite,

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wo abseits der Straße auf 600m ein herrlicher Spazierweg durch den blumenreichen Schluchtwald führt.

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An einer weiteren Engstelle des Tales, müssen allerdings wieder wenige Meter auf der Straße zurückgelegt werden, dann bringt uns rechts ein Weg (300m), entlang des Gehresbächleins und vorbei an einem Pumphaus der Wasserversorgung Pommelsbrunn hinaus auf freies Gelände. Jetzt werden die ersten Häuser von Pommelsbrunn sichtbar und in Höhe des Gehrestal - Kindergartens kommen wir wieder auf die Heuchlinger Straße (Gesamtgehzeit 2 Stunden 20 Minuten)

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auf der wir nach ca. 500m wieder den Ausgangspunkt bei der evangelischen Kirche (Laurentiuskirche) erreichen (Gesamtgehzeit 2 Stunden 30 Minuten).

FAZIT: Eine wunderschöne sehr abwechslungsreiche Rundwanderung, welche aufgrund ihres Charakters auch für Familien mit größeren Kindern oder auch für Vierbeiner gut geeignet ist, wobei im Gipfelbereich des Kreuzberges schon etwas Vorsicht und Trittsicherheit erforderlich ist.

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: Pommelsbrunn Kirchplatz - Laurentiusgasse - rotes K - Linden-/Eichen-/Fichtenstraße - Burgruine Lichtenstein - Leitenberg - Kreuzbergsattel - Kreuzberg
  • Route Abstieg: Kreuzberg - rotes K - Weißer Winkel - Pommelsbrunn Kirchplatz
  • Dauer für Aufstieg: 1,5 Stunden
  • Dauer für Abstieg: 1 Stunde
  • Ziel Höhe / Gipfel: 586 m
  • Höhenmeter: 252 m
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Empfohlende Wandermonate: April - November
  • Klettersteig: nein
  • Sehenswürdigkeiten: Burgruine Lichtenstein, Kreuzberg, Panorama
  • Einkehrmöglichkeit: auf der gesamten Tour keine
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: erforderlich
  • Schwindelfrei: erforderlich
  • Wanderkarte: Fritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz Blatt Süd
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Sebastian

Was zunächst mit einer gewissen Skepsis begann, da es immer hieß Wandern ist etwas für ältere Leute, schlug ganz schnell in eine große Leidenschaft um und gipfelte letztendlich in einer Sucht. Mit meinen Berichten möchte ich euch helfen diese lebenslängliche Krankheit so gut wie möglich zu überstehen und die Symptome etwas zu lindern.

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