Rheinland-Pfalz – Hunsrück – Traumschleife Murscher Eselsche

Rheinland-Pfalz – Hunsrück – Traumschleife Murscher Eselsche by Bastian D.

Allgemeine Informationen

Die Traumschleife „Murscher Eselsche“ verläuft zwischen Morshausen, im lokalen Dialekt „Mursche“ genannt und dem Baybachtal. Der Zusatz „Eselsche“ bezieht sich auf eine Felsformation am Weg, die dem Kopf eines Esels ähnelte, ehe nach dem Zweiten Weltkrieg mit gefundener Munition spielende Kinder große Stücke des Felsens absprengten. Eröffnet wurde sie offiziell am 26.05.2012 und vom Deutschen Wanderinstitut mit 85 Erlebnispunkten bewertet. In diesem Jahr wurde die Traumschleife vom „Wandermagazin“ in der Rubrik Touren zur Wahl von Deutschlands schönstem Wanderweg nominiert.

Tourenbeschreibung

Aufgrund der kürzeren Anfahrt starten wir am Hotel Forellenzucht mit der Wanderung, hier verlaufen außerdem noch die beiden Wanderwege „Forellenweg Burgen“ und „Mackener fernSehen“. Wir folgen zunächst einem breiten Wirtschaftsweg entlang des Baybachs und der Hotelanlage und passieren das Zechenhaus.

Von hier aus führt uns ein schmaler Pfad bachaufwärts den Baybach entlang zu einem breiteren Feldweg, von dem aus wir tolle Aussichten auf die Auenlandschaft des unteren Baybachtals erhalten.

Bald darauf wechseln wir über eine massive Holzbrücke ans linke Ufer und folgen dem breiten Wirtschaftsweg bachaufwärts bis an den „Perdskimbel“, an dem eine Bankgarnitur zur Pause einlädt.

Hier bekommen wir außerdem von einer Schautafel eine kleine Leseprobe aus „Hampit der Jäger“, einem Roman des Morshausener Schriftstellers Jakob Kneip. Die so entstandene kurze Pause dient auch zum Sammeln der Kräfte, ehe es bergauf in Richtung Morshausen weiter geht. Nach einem ersten kurzen Anstieg erreichen wir eine Anhöhe, von der aus wir zum ersten Mal einen Blick auf das „Eselsche“ werfen können.

Auf dem Rücken der Anhöhe geht es zu „Haacks Köppsche“, benannt nach Georg Haack, der hier in den 1920/30ern einen Naturschutzpark errichtete. Es folgt ein kurzer, steiler Abstieg mit einer kleinen, gesicherten Klettereinlage, ehe es über einen breiteren Waldweg weiter in Richtung Morshausen geht.

Von diesem biegen wir jedoch bald auf einen schmalen Pfad ab, auf dem der steile und anstrengende Aufstieg zum „Eselsche“ auf uns wartet.

Belohnt werden wir dabei schon zwischendurch mit tollen und gut erreichbaren Aussichtspunkten.

Am Ende des Aufstiegs wartet auf dem „Eselsche“ eine Bank auf uns, auf der wir verschnaufen und die Aussicht genießen.

Dann geht es über breite Waldwege weiter in Richtung Morshausen, dabei wurden noch zwei sehr schöne Aussichtspunkte herausgearbeitet, einer in Richtung Beulich, der andere in Richtung Macken. Und wäre die Erde eine flache Scheibe…

Bald erreichen wir dann die mächtige Kneip-Eiche am Ortsrand von Morshausen.

Von hier aus führen uns die Wegweiser durch den Ort, vorbei am Jakob Kneip-Museum,  ehe wir über breite Feldwege durch Felder und Wiesen wieder talabwärts in Richtung Baybach gelenkt werden. Auch hier gibt es mehrere Bankgarnituren am Weg, die zu einer Rast einladen, bei der man die schönen Aussichten in die Eifel bewundern kann.

Mit Erreichen der ersten Bäume werden wir von einem aus Holz geschnitzten Zechenarbeiter in Empfang genommen, der nun folgende Abschnitt, der „Zechenpfad“, war der tägliche Arbeitsweg der Arbeiter der Grube Theresia.

Der Abstieg erfolgt über einen schmalen, teils mit Holzstufen versehenen Pfad bis zu der stillgelegten Erzgrube, von der aus man die nahe Forellenzucht schon erkennen kann, die wir nach kurzem Marsch bald wieder erreicht haben.

Hundetauglich: ja, aufgrund der kurzen Strecke auch bei wärmeren Temperaturen unproblematisch

Länge: 10,8 km

Weitere tolle Touren der Rheinland-Pfalz findet ihr unter www.wanderwunder.de/app.

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: k.A.
  • Route Abstieg: k.A.
  • Dauer für Aufstieg: 2 Stunden
  • Dauer für Abstieg: 1,5 Stunden
  • Ziel Höhe / Gipfel: k.A.
  • Höhenmeter: k.A.
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Empfohlende Wandermonate: ganzjährig, Ausnahme bei Eis und Schnee
  • Klettersteig: A - wenig schwierig
  • Sehenswürdigkeiten: diverse Aussichtspunkte, Zechenhaus, Kneip-Eiche und –Museum, Holzfiguren an der Strecke
  • Einkehrmöglichkeit: Hotel Forellenzucht, Gasthaus Schmitt Morshausen
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: erforderlich
  • Schwindelfrei: erforderlich
  • Wanderkarte: aufgrund der vorbildlichen Beschilderung nicht erforderlich
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Bastian D.

Ich komme aus dem schönen Hunsrück und bin hauptsächlich auf den hier nur so aus dem Boden schießenden Wanderwegen unterwegs. Immer mit dabei ist mein Hund Kenny, der mich ohne Rücksicht auf das Wetter oder meine Tagesform nach draußen treibt.Außerdem bin ich zertifizierter Wanderführer und biete (nicht nur) für Gäste unserer Ferienwohnung Dickbaums geführte Wanderungen an. Ich hoffe meine Touren- und Testberichte sind hilfreich und würde mich freuen, Leser von wandersuechtig.de als unsere Gäste begrüßen zu dürfen.

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