Wandern bei Hitze - 9 Grundregeln für das Wandern im Sommer

Wandern bei Hitze - 9 Grundregeln für das Wandern im Sommer Bildquelle: pixabay.com

Sommer, Sonne und Wandern scheinen wunderbar zusammen zu passen. Doch das Wandern bei Hitze ist eine immense Herausforderung für den Körper und sollte nicht unterschätzt werden. Um Risiken für die Gesundheit zu vermeiden gilt es daher, die folgenden 9 Grundregeln zu beachten.

 

1. Schattige Strecke wählen.

Bereits wenn das Thermometer über 25 Grad anzeigt, sollte eine Strecke mit schattigen Abschnitten oder direkt eine Tour entlang eines Nordhangs gewählt werden. Zudem sollte die Wanderstrecke nicht zu lang ausfallen. Auch wenn 25 Kilometer in Frühjahr oder Herbst problemlos geschafft werden, können diese in der Hitze zu einer extremen Belastung werden.

 

2. Wetter beachten

Im Sommer kommt es häufig zu Gewittern und Unwettern, daher sollte der Wetterbericht beachtet und der Himmel im Auge behalten werden. Braut sich etwas zusammen, heißt es schnellstmöglich Schutz suchen.

 

3. Funktionskleidung tragen

Damit sich auf der Haut keine Hitze staut, sollte passende Funktionskleidung getragen werden. Diese ist darauf ausgelegt, Feuchtigkeit und Wärme abzutransportieren und damit die Regulation des Körperklimas zu unterstützen.

 

4. An den Sonnenschutz denken

Sonnencreme, Sonnenbrille und eine Kappe oder ein Sonnenhut verhindern Sonnenbrand und schützen. Auf sie sollte daher keinesfalls verzichten werden.

 

5. Zeitig starten

Mittags ist die Hitze und die Brennkraft der Sonne vielerorts besonders stark und selbst in der Ruhe nur schwer auszuhalten. Nachmittags steigt das Risiko für Gewitter. Die Wanderung sollte daher am besten schon kurz vor der Mittagszeit abgeschlossen sein. Zumindest sollte aber der längste Abschnitt hinter den Wanderfreudigen liegen. Ideal ist es daher, so zeitig wie möglich zu starten und bei Sonnenaufgang loszulaufen.

 

6. Oft und viel trinken

Bereits ohne Bewegung schwitzen viele Menschen bei Hitze erheblich, verlieren dabei große Mengen Flüssigkeit und Mineralstoffe. Daher müssen dem Körper entsprechend viel Wasser und Mineralien zugeführt werden. Mineralwasser und isotonische Getränke sind hierfür ideal. Am besten wird aller paar Minuten zur Flasche gegriffen und ein wenig getrunken - BEVOR überhaupt Durst aufkommen kann. Wenigstens zwei bis drei Liter sollten mit auf Tour genommen werden.

 

7. Regelmäßige Pausen einlegen

Hitze belastet den Organismus. Kommt dazu noch eine anstrengende Wanderung, benötigt er ausreichend Pausen. Am besten werden diese für wenige Minuten mehrmals pro Stunde eingelegt. Natürlich im Schatten, sofern möglich. Ideal ist es, wenn sich auf der Tour Seen, Bäche oder Flüsse finden, sodass der Körper erfrischt und abgekühlt werden kann.

 

8. Auf die Gesundheit achten

Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel sind Warnzeichen für eine Überhitzung und erfordern schnelles Handeln. In den Schatten setzen oder mit erhöhtem Oberkörper legen, Kopf und Oberkörper mit feuchten Tüchern kühlen und die Ruhe bewahren sind als erste Schritte wichtig. Gibt es trotz dessen keine Verbesserung des Zustandes, muss ein Notarzt verständigt werden. Wer sich bereits vor der Wanderung angeschlagen oder gar krank fühlt, sollte bei Hitze keinesfalls aufbrechen und die Tour lieber verschieben.

 

9. Anschließende Entspannung einplanen
Bereits ohne die Herausforderung einer Wanderung fühlen sich viele Menschen durch die Hitze schlapp und brauchen mehr Ruhe als sonst. Nach einer Wandertour sollte daher erst recht Zeit für Entspannung eingeplant werden. Das gibt dem Körper die Gelegenheit, sich zu erholen und auf die nächsten Herausforderungen vorzubereiten. Wenigstens ein freier Nachmittag und Abend oder besser noch ein Pausentag sollten zwischen den Wanderungen liegen.

Wandern bei Hitze: aber richtig
Auch bei Hitze müssen wandersüchtige nicht auf eine Tour verzichten. Gerade dann ist es aber wichtig, die richtigen Vorbereitungen zu treffen und nicht allein zu wandern. Zudem sollten Sicherheit und Schutz großgeschrieben - und die eigenen Grenzen beachtet werden. Es ist besser nach zwei Kilometern umzudrehen, als nach dem fünften Kilometer einen Sonnenstich oder Hitzschlag zu erleiden. Wer das und die Grundregeln berücksichtigt, kann sich auf tolle sommerliche Touren freuen.

Reiner

Ich bin seit meiner Kindheit viel in den Bergen unterwegs. Mit meinem Bergfreund Sebastian habe ich deshalb das Projekt wandersüchtig.de gestartet. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und würde mich freuen, wenn Ihr öfters bei uns vorbeischaut.