Wandern in der Eifel: Die schönsten Vulkan- und Maartouren
geschrieben von ReinerDie Eifel ist auch innerhalb Deutschlands längst kein Geheimtipp mehr, aber dennoch eine Besonderheit. Vulkanische Aktivität würden die meisten Menschen nämlich nicht in Deutschland oder Mitteleuropa vermuten, dennoch fand genau die in der Eifel statt und hat seither eindrucksvolle Spuren hinterlassen. Die lassen sich bei ausgiebigen Wander- und Trekkingtouren einmal aus der Nähe bestaunen.
Die Maare: Das Ergebnis jahrhundertelanger Explosionen
"Maare" ist der Fachbegriff für vulkanische Krater. Entstanden sind die aus der vulkanischen Aktivität und den dadurch ausgelösten Explosionen, wobei sich über die Jahrhunderte viele dieser Krater schrittweise mit Wasser füllten. Dadurch wirken sie auf den ersten Blick wie ein See, sind genau genommen aber durch Eruptionen entstandene und befüllte Krater. In der Eifel gibt es eine ganze Reihe solcher Maartouren, für die man selbst auch kein Kenner der Region sein muss. Die meisten der Pfade sind sehr gut ausgeschildert, zudem sind sie auch nicht unbedingt lang. Deshalb können sie selbst von jenen erkundet werden, die normalerweise keine ausgiebigen Wandertouren machen. Für Familien sind die kürzeren der Maartouren ebenfalls geeignet.
Die Eifel hat Wege und Pfade für jeden Fitnessstand zu bieten
Wer es etwas herausfordernder mag und sich zugleich gern in die Höhe begibt, der kann auch einen der zahlreichen Vulkanpfade mit Höhenanstieg begehen. Die bieten am Ende meist eine beeindruckende Belohnung: In Form von Aussichtspunkten, von denen aus man einen guten Teil der Eifel aus der Vogelperspektive entdecken kann. Einige dieser Vulkanpfade sind aber durchaus anstrengend. Wer selbst so gut wie gar nicht wandert, sollte sich den Aufstieg vorab also gut überlegen.
Eine weitere Option für alle Geologie- und Geschichtsinteressierten sind die Lehrpfade der Eifel. Auch die sind gut ausgeschildert, mehr noch als alle anderen. Das aus einem einfachen Grund: Die Lehrpfade möchten die Hintergründe der Eifel auf spannende und praktische Weise vermitteln. Daher befinden sich entlang dieser Pfade viele Infotafeln, die in Schrift und Bildern die Entstehung der Maare darlegen.
Ebenfalls gut zu wissen: Im Nationalpark Eifel gibt es auch Elektromobil-Touren für Menschen mit Gehbehinderung. Diese führen aus offensichtlichem Grund nicht ganz so weit in die Höhe, der Blick von den Aussichtspunkten kann sich aber sehen lassen. Touristen, die solche Pfade ins Auge fassten, sollten gezielt nach barrierefreien Touren im Naturpark Ausschau halten.
Die Eifel ist ganzjährig ein Erlebnis
Im Winter und Hochsommer sind die meisten Touren aufgrund des Wetters etwas anspruchsvoller, generell sind große Teile der Eifel aber ganzjährig begehbar. Die Anreise sollte unabhängig von der Jahreszeit gründlich geplant werden, denn die öffentlichen Verkehrsmittel in der Region sind nicht zwangsläufig direkt an die Maare angebunden. Mit einem eigenen Fahrzeug für die Eifel-Tour profitieren Besucher von mehr Flexibilität, zumal es rund um die Eifel viele Wanderparkplätze gibt. Eine gute Option ist das zugleich für alle, die bei ihrem Urlaub gleich mehrere Touren begehen möchten.
Im Frühling werden Eifel-Abenteurer dafür mit blühenden Wiesen, im Sommer mit klaren Maarseen belohnt. Im Herbst sind die kunterbunten Bäume ein echter Hingucker, in den Wintermonaten ist es ruhiger und der Ausblick bei klarem Wetter eine echte Besonderheit.
Reiner
Ich bin seit meiner Kindheit viel in den Bergen unterwegs. Mit meinem Bergfreund Sebastian habe ich deshalb das Projekt wandersüchtig.de gestartet. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und würde mich freuen, wenn Ihr öfters bei uns vorbeischaut.