Wir haben unser Glück gefunden - #meinyapadu in St. Johann/Tirol

Blick auf die Bacheralm Blick auf die Bacheralm by wandersuechtig.de

Allgemeine Informationen

 Die kleine Marktgemeinde (ca. 9500 Einwohner) St.Johann in Tirol liegt im Bezirksbereich Kitzbühl und im österreichischen Bundesland Tirol. Der Tourismusverband Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol hat sich ein ganz besonderes neues Marketingsystem ausgedacht um die Region attraktiver für die Besucher zu machen. In den Regionen von St. Johann in Tirol gilt es das Glück jedes Einzelnen in den Mittelpunkt zu stellen. Doch was steckt hinter dem Ausdruck Glück? In der Region um den Wilden Kaiser ist es #meinyapadu. Das Glück ist für jeden einzelnen individuell. Das Glück kann beim Essen oder Wandern gefunden werden. Aber auch Kleinigkeiten im Alltag können jeden Einzelnen von uns glücklich machen. Und was möchte ich im Urlaub? Genau GLÜCKlich sein. Wir hatten im August die Möglichkeit das Glück bei schönen Momenten in der Region St. Johann in Tirol zu erleben.

Das ist Glück - wie der Poetry-Slammer Lars Ruppel über das #meinyapadu dichtet



Frühstücken mit Blick zum Wilden Kaiser - Das Gasteiger Jagdschlössl

Für uns wurde im Gasteiger Jagdschlössl ein Zimmer zur Verfügung gestellt. Das Jagdschlössl liegt außerhalb von St. Johann in Tirol (ca. 5 Fahrminuten) enfernt in der kleinen Ortschaft Gasteig. Neben den 40 geschmackvollen Zimmern (Doppelzimmer, Familienzimmer etc.) genießt man einen herrlichen Ausblick zum Wilden Kaiser. Neben einem leckeren Essen (Wild aus eigener Jagd) bietet das Hotel auch einen eigenen Naturteich, der zum Baden und Verweilen einlädt. Auch diverse Saunen stehen dem Hotelgast zur Verfügung. In den Tag kann man mit einem vielfältigen Frühstück starten, welches keine Wünsche offen lässt. Einige Wanderwege starten direkt ab dem Hotel, was uns sehr gut gefallen hat.


Tag 1 - Auf der Angerer Alm Knödel zubereiten und mit dem Mountain Cart ins Tal rasen

Am Freitag sind wir bei leider veregneten Wetter in Richtung Wochenmarkt in St. Johann aufgebrochen. Der kleine Markt findet am Marktplatz in der Alpen-Gemeinde statt und bietet regionale Produkte. Ein schöner Markt der eine gute Gelegenheit zum Bummeln bietet.

Nach einer kleiner Stärkung sind wir mit der Skistar Bahn zur Mittelstation gefahren. Dort kann man für 12 Euro (mit Bahnfahrt 22 Euro) ein Mountain Cart ausleihen. Wir sind zuvor noch nie mit einem gefahren. Ihr auch nicht? Dann schaut eucht mal das Video dazu an.

 

Nach einer kurzen Einweisung sind wir ab der Mittelstation gestartet. Das Ziel ist die Talstation. Der Weg führt über teilweise schmale Steige und breiten Schotterwegen. Es macht jede Menge Spaß. Nach ca. 15 Minuten war die rasante Fahrt zu Ende. Aufgrund der guten Wegbeschilderung kommt man sicher ins Ziel.

Nach einer kurzen Verschnaufpause sind wir mit der Bergbahn zur Bergstation (Harschbichlalm) gefahren. Von dieser hat man bei gutem Wetter einen schönen Rundumblick auf die Bergkulisse. Leider war bei uns die Wolkendecke zu dicht. Für uns war das nächste Ziel die Angerer Alm. Diese ist ca. 30 Minuten bergawärts von der Bergstation entfernt.

Hier wurden wir bereits von der Hütten-Chefin Annemarie Foidl erwartet. Die Angerer Alm ist keine "0815 Hütte im Alpenraum". Auf der Angerer Alm wird auf hohen Niveau gekocht. Auch bietet die Alm einen Keller mit zig hochwertigen Weinflaschen (teilweise aus dem Jahr 17xx). Kein Wunder - Annemarie Foidl ist die Präsidentin vom Österreichischen Sommelierverbandes. Aber auch die Küche hat einiges zu bieten.

Mit dem Schwiegersohn, Herrn Gerald Weiß, haben wir Kaspressknödel und Speckknödel zubereitet. Hierbei konnten wir einige hilfreiche Kniffe erlernen, die wir jetzt beim täglichen Kochen anwenden können. Nach dem "Kocherlebniss" konnten wir unsere Knödel mit einem knackigen Salat und einem deftigen Sauerkraut genießen.

Nach der leckeren Stärkung haben wir den Abstieg in Richtung Mittelstation angetreten (ca. 30 Minunten ab der Angerer Alm). St. Johann in Tirol bietet nicht nur unter Tags ein tolles Programm für die Einheimischen und den Gästen. Auch am Abend ist etwas geboten. Am 24.08.2018 z.B. war am Marktplatz das Platzkonzert "Brass meets Rock". Hier trifft eine traditionelle Blaskapelle auf eine fetzige Rockband. Ein tolles Erlebnis von etwa zwei Stunden, was nur zu empfehlen ist.

Tag 2 - auf einer urigen Holzhütte Tiroler Miasel zubereiten, auf der Bacheralm etwas über die Kräuterheilkunde lernen und beim Wilden Käser Leckereien probieren

Auch am Samstag war das Wetter anfangs nicht besser als am Freitag. Wir haben deshalb mit dem Besitzer des Gasteiger Jagdschlössl einen Ausflug zu dessen Holzknechthütte gemacht. Hier haben wir zusammen ein Original Tiroler Miasel zubereitet. Bei dem Tiroler Miasel handelt es sich um eine Art Kaiserschmarn, der damals von den Holzfällern täglich gekocht. Gegessen wurde an einem ehemaligen "Feuertisch". Uriger geht es nicht.

 

Nach der Stärkung haben wir eine  kleine Wanderung zur Bacheralm gemacht. Die Wanderung dauerte ab dem Jagdschlössl ca. 45 Minuten. Die Alm ist schön gelegen und bietet neben kleinen Speisen Einblicke in die Kräuterheilkunde. Nach einem kurzen Aufenthalt (der Regen setzte ein) haben wir uns für den Abstieg entschieden.

Nach einer kurzen Erholung im Spa-Bereich beim Gasteiger Jagdschlössl haben wir uns auf dem Weg zum Wilden Käser gemacht. Hier kann man einiges über die Kunst des Käsers lernen und natürlich auch verschiedene Käseprodukte testen. Wir haben uns für den großen Stinker entschieden.

Fazit

Wir haben in St. Johann Tirol (trotz des schlechten Wetters) sehr schöne Tage verbringen dürfen. Die Region bietet neben der Alpenkulisse auch tolle Freizeitaktivitäten. Neben unzähligen Wanderwegen, einem gut ausgebauten MTB-Netz und Spaß für den Nachwuchs ist alles geboten. Die Idee #meinyapadu ist einmalig und macht den Gästen sowie auch den Gastgebern bewusst wie wichtig Glück ist. Jedoch steckt das Projekt noch in den Kinderschuhen, wird aber nach und nach ausgebaut. Wir werden die Region St. Johann in Tirol in unsere Urlaubsziele aufnehmen und freuen uns auf ein Wiedersehen.

Weitere Informationen

  • Dauer für Aufstieg: 1 Stunde
  • Dauer für Abstieg: 1 Stunde
  • Schwierigkeitsgrad: sehr leicht
  • Klettersteig: nein
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: erforderlich
  • Schwindelfrei: erforderlich
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Reiner

Ich bin seit meiner Kindheit viel in den Bergen unterwegs. Mit meinem Bergfreund Sebastian habe ich deshalb das Projekt wandersüchtig.de gestartet. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und würde mich freuen, wenn Ihr öfters bei uns vorbeischaut.