Das Zwiebelschalenprinzip - so zieht man sich richtig an!

Das Zwiebelschalenprinzip - so zieht man sich richtig an! by wandersuechtig.de

Das Zwiebelschalenprinzip

Das Zwiebel(schalen)prinzip (auch Zwiebel(schalen)system) bezeichnet eine Zusammenstellung der Kleidung, bei der mehrere Kleiderschichten von unterschiedlicher Dicke und Material miteinander kombiniert werden. Dabei werden die einzelnen Kleidungsstücke, ähnlich der einzelnen Schichten einer Zwiebel übereinander angezogen. Der Vorteil dieses Kleidungsprinzips beruht u. a. auch darauf, dass zwischen den Kleidungschichten insgesamt mehr Luft als Wärmeisolator gespeichert wird als bei wenigen Schichten dickerer Kleidung.

Die verschiedenen Kleidungsschichten und ihre Aufgaben von innen nach außen:

Schweißtransportschicht (auch Basisschicht):

Dünne Schicht (z. B. T-Shirt) mit der Hauptaufgabe, Schweiß vom Körper wegzutransportieren. Idealerweise aus Polyester, da diese sich im Gegensatz zu Baumwolle nicht so stark mit Wasser vollsaugen und nass eine bessere Isolationswirkung haben.

Isolationsschicht(en):

Eine oder mehrere Schichten aus dickerem Material, das die Körperwärme speichert. (z. B. Rollkragen-Pullover, Fleece-Jacke, usw.).

Witterungsschutz:

Dem Wetter angepasste Kleidung (z. B. Gore-Tex- oder Windstopper-Jacken), die vor dem Wetter schützen soll. Die äußerste Schicht sollte Atmungsaktiv sein, damit die vom Körper ausgeschiedene Feuchtigkeit nach außen transportiert wird und verdunsten kann.

Generell gilt beim Zwiebelschalenprinzip, besser mehrere dünne Schichten, als eine dicke Schicht. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass die einzelnen Schichten atmungsaktiv sind, damit sich die Wärme bei körperlicher Aktivität nicht zu stark am Körper staut.

Softshell-Kleidungsstücke vereinen die Isolationsschicht mit dem Witterungsschutz.

Anwendung des Zwiebelschalenprinzips:

Der Hauptvorteil der Bekleidung nach dem Zwiebelschalenprinzip besteht darin, dass die Kleidung durch entfernen oder hinzufügen von einzelnen Schichten einfach an die aktuellen Temperatur- und Witterungsverhältnissen angepasst werden kann. Bei Idealer Materialwahl der einzelnen Schichten wird zudem der Schweiß sehr gut vom Körper wegtransportiert, während Wasser aus der Umgebung vom Körper abgehalten wird.

Ein Nachteil dieses Bekleidungsprinzips ist, dass man bei sehr oft und schnell ändernden Witterungsverhältnissen die einzelnen Schichten immer wieder neu anpassen müsste, um eine optimale Funktion der Kleidung zu erhalten.

Unterwegs:

Für Unternehmungen mit ungeübten Teilnehmern oder unsicherer Wetterlage empfiehlt es sich, dass man sich zum Beginn so einkleidet, dass man beim Ruhen nicht friert. Sobald man sich bewegt und warm wird (nach ca. 10-15 Minuten), kann eine kleine Pause eingelegt werden, bei der überschüssige Kleidungsstücke aus der Isolationsschicht entfernt werden und so der Wärmehaushalt wieder besser reguliert wird. Erfahrenere Teilnehmer können diese Schichten auch bereits zu Beginn weglassen.

Bei längeren Pausen (z. B. Gipfelrast) sollten wieder einige Schichten mehr angezogen werden und gegebenenfalls nasse Kleidungsstücke gegen trockene ausgetauscht werden.

Quelle: wikipedia.org

Reiner

Ich bin seit meiner Kindheit viel in den Bergen unterwegs. Mit meinem Bergfreund Sebastian habe ich deshalb das Projekt wandersüchtig.de gestartet. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und würde mich freuen, wenn Ihr öfters bei uns vorbeischaut.

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