Bayern - Allgäuer Alpen - Kappeler Alp

Allgemeine Informationen

Durch Pfronten führte von Süden her eine römische Nachschubstraße nach Cambodunum (dem heutigen Kempten). Eine römische Besiedelung des Tales ist aber nicht gesichert. Allerdings ist der Name Pfronten aus der deutschen Sprache nicht erklärbar. Der bisher beste Deutungsvorschlag geht von einem romanischen Namen frontone aus, was „große, gewaltige Stirn“ oder „Front“ bedeutet und wohl die „Stirne der Alpen“ bezeichnen sollte. Man könnte es auch als Entsprechung des heutigen Namens Breitenberg verstehen. Bei den im Ostallgäu (Römersiedlung Tegelberg) verbliebenen, christlichen Provinzialrömern siedelten sich nach und nach heidnische Alamannen an. Um das Jahr 800 war die „römische“ Sprache in der Gegend erloschen. In dem nun fränkisch-karolingischen Gebiet war die Bevölkerung zu einer Einheit mit deutscher Sprache und christlichem Glauben verschmolzen. Ab dem frühen 14. Jahrhundert gehörte ganz Pfronten zum Hochstift Augsburg, dem weltlichen Territorium der Augsburger Bischöfe. Bei der Säkularisation des Hochstifts fiel auch Pfronten 1803 an das Kurfürstentum Bayern. Im Jahr 1865 wurde die ehemalige Pfarrgemeinde Pfronten in Pfronten-Berg (Bergpfronten) und Pfronten-Steinach (Steinachpfronten) aufgeteilt. Jede der beiden neuen Gemeinden hatte eine eigene Verwaltung und Rechnungsführung. Am 31. März 1935 wurden beide Gemeinden wieder zur Gemeinde Pfronten zusammengeschlossen. (Quelle: Wikipedia)

Hinweis:

Auf jeder Schneeschuhtour sollten die erforderlichen Sicherheitsausrüstungen mitgeführt werden. Unter Lawinenlagedienst Bayern kann der aktuelle Lawinenbericht abgerufen werden.


Tourenbeschreibung

Wir fahren mit unserem Auto nach Pfronten-Kappel (87459 Pfronten, Bürgermeister-Franz-Keller-Straße) und parken auf dem Parkplatz beim Hochseilgarten "Waldseilgarten" (Höhe ca. 920 m). Der Parkplatz ist kostenlos und bietet für mindestens 50 Fahrzeuge Platz. Von dort aus starten wir unsere Schneeschuhtour zur Kappeler Alp und zur Hündeleskopfhütte.

 

Die beiden Hütten Kappeler Alp und Hündeleskopfhütte haben nicht jeden Tag geöffnet, daher bitte den Anschlag an den Tafeln beachten. Wir starten unsere Tour mit unseren Schneeschuhen an dem Hinweisschild zu den beiden Hütten.

Wir wandern der "rot-weißen" Markierung nach in Richtung Kappeler Alp (Wiesenweg).

Dabei überqueren wir eine kleine Brücke und wandern mit unseren Schneeschuhen weiter zu einer größeren Wiese.

 

Die Gemeinde Pfronten hat für den Aufstieg ab der Wiese ca. 1 Stunde angegeben.

Man wandert über einen Seitentobel in ein kleines Stück Wald, wo man die schöne Winterlandschaft genießen kann.

Im weiterem Verlauf beginnt ein alter Alpsteig.

Kurz vor der Kappeler Alp lässte man den Wald auf der rechten Seite liegen und wandert nach links (dort sollten auch Schneeschuhspuren vorhanden sein)

Nach ca. 10 Minuten erreich man einen erneuten Wegweiser (rot-weiße Markierung) in Richtung Kappeler Alp. Dort sind 10 Minuten bis zur Alp angegeben.

Von dem Wegweiser aus kann man bereits das "Gipfelkreuz" der Kappeler Alp sehen.

Nach einer Gesamtaufstiegszeit von 1,45 Stunden (mit Pausen) haben wir unser 1. Ziel, die Kappeler Alp (Höhe 1350 m) erreicht. Dort machen wir eine kleine Pause und packen unsere mitgebrachte Brotzeit aus. Die Kappeler Alp hatte nicht geöffnet. Wenn die Hütte geöffnet hat, besteht die Möglichkeit mit einem Rodel nach Pfronten-Kappel abzufahren.

Nach der kurzen Rast machen wir uns dann auf dem Fahr- und Rodelweg auf dem Weg zur Hündeleskopfhütte.

Hier wandern wir bequem in Richtung Pfronten-Kappel (Forstweg). Die Dauer ist mit 1,45 Stunden angegeben.

Wir kommen dabei an einem kleinen Gebirgsbach vorbei und freuen uns über die wunderschöne Winterlandschaft. Auch ist anzumerken, dass wir die einzigen Schneeschuhwanderer auf dieser Tour waren. Somit konnte man perfekt die Natur genießen. Ein erneuter Wegweiser (gelb-weiße Markierung) zeigt uns den Weg in Richtung Hündeleskopfhütte.

Wir biegen auf den Weg in Richtung Pfronten-Kappel zur Hündeleskopfhütte rechts ab und wandern auf einem schmalen Weg durch den Fichtenwald zur Hütte.

Nach einer Gehzeit ab der Kappeler Alp haben wir in ca. 1 Stunde die Hündeleskopfhütte (Höhe 1180 m) erreicht. Leider hatte die Hütte nicht geöffnet. Nach einer kurzen Pause wandern wir auf dem gleichen Weg zurück auf den Wanderweg nach Pfronten-Kappel.

Wir folgen dem Forstweg, bis wir wieder zu unserem Ausgangspunkt gelangen.

Nach einer Gesamtgehzeit (Pfronten Kappel - Kappeler Alp - Hündeleskopfhütte - Pfronten Kappel) von ca. 4 Stunden ist unser Rundkurs beendet.

Fazit:

Eine Schneeschuhwanderung zur Kappeler Alp und zur Hündeleskopfhütte über den Wiesenweg ist eine schöne Tour für alle, die mit ihren Schneeschuhen gerne unterwegs sind. Aber die Tour setzt eine gute Schneelage voraus. Somit ist Tour mit Schneeschuhen auf Grund ihrer niedrigen Lage vermutlich nur im Januar und Februar geeignet. Für den Anstieg über den Wiesenweg benötigt man aber eine gute Kondition, da in der kurzen Zeit knapp 410 Höhenmeter zu bewältigen sind.

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: Pfronten-Kappel- Parkplatz Waldseilgarten - Wanderweg Kappeler Alp (Wiesenweg) - Kappeler Alp
  • Route Abstieg: Kappeler Alp - Forstweg Richtung Pfronten- Kappel - Wanderweg Richtung Hündeleskopfhütte - Hündeleskopfhütte - Forstweg Richtung Pfronten-Kappel - Parkplatz Waldseilgarten
  • Dauer für Aufstieg: 2 Stunden
  • Dauer für Abstieg: 2 Stunden
  • Ziel Höhe / Gipfel: 1350 m
  • Höhenmeter: 430 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Empfohlende Wandermonate: Januar und Februar
  • Klettersteig: nein
  • Sehenswürdigkeiten: tolle Winterlandschaft, Kappeler Alp, Hündeleskopfhütte
  • Einkehrmöglichkeit: Kappeler Alp und Hündeleskopfhütte (Öffnungszeiten am Parkplatz Waldseilgarten beachten
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: erforderlich
  • Schwindelfrei: erforderlich
  • Wanderkarte: Wanderführer Allgäuer Alpen
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Reiner

Ich bin seit meiner Kindheit viel in den Bergen unterwegs. Mit meinem Bergfreund Sebastian habe ich deshalb das Projekt wandersüchtig.de gestartet. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und würde mich freuen, wenn Ihr öfters bei uns vorbeischaut.

Medien

Panaorama Kappeler Alp und Hündeleskopfhütte by wandersuechtig.de

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